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Waffenstillstand: Das „Spectaculum“ ist genehmigt

Bückeburg / Wie geplant und ohne Einschränkungen Waffenstillstand: Das „Spectaculum“ ist genehmigt

Die Scharmützel sind beendet, ein Ortstermin einer 13-köpfigen Vertretung von Ämtern und Sicherheitsbehörden auf der Mausoleumswiese mit anschließender Begehung hat den Frieden gebracht: Das „Mittelalterlich Spectaculum“ ist ohne weitere Einschränkungen genehmigt und wird wie geplant am 16./17. und 23./24. Juli vor dem Mausoleum im Bückeburger Schlosspark stattfinden.

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Es darf gekokelt werden: Die Brandschutzauflagen sind erfüllt, das „Mittelalterlich Spectaculum“ ist genehmigt.

Quelle: Archiv

Bückeburg. Die kritischen Punkte seien besprochen und ausgeräumt worden, alle Fragen abschließend beantwortet worden, teilten sowohl Veranstalter Gisbert Hiller als auch die verantwortliche Kreisdezernentin Ursula Müller-Krahtz auf Anfrage unserer Zeitung mit. Obwohl: Freunde werden die Beiden wohl nicht mehr werden.

Wie Hiller sagte, habe er gestern „in aller Deutlichkeit“ klar gemacht, dass er seit dem 20. Mai eine Stellungnahme des Landkreises vorliegen habe, dass alle Unterlagen vorliegen würden und kein weiterer Handlungsbedarf bestehe. Umso verärgert sei er über das Schreiben des Landkreises vom 1. Juli, das ihm androhe, dass die Genehmigung nicht erteilt wird. Ja, bei der Einreichung der Unterlagen habe es an einigen Stellen Ungereimtheiten gegeben, räumte Hiller nach dem Ortstermin ein.

Was Müller-Krahtz, zumindest, was das Schreiben vom 1. Juli angeht, bestätigt: Ja, das Schreiben sei durchaus als „Warnschuss“ zu verstehen gewesen, damit der Veranstalter „wach wird“; dazu stehe sie. Das Schreiben vom 20. Mai habe dagegen eine ganze Auflistung von Dingen und Unterlagen enthalten, die noch eingereicht, beziehungsweise zu klären gewesen seien. „Diese Dinge sind nicht aufzuklären gewesen, weil Herr Hiller ein viel beschäftigter Mann ist.“

Was für Hiller in „aller Deutlichkeit“ heißt, sagte er gestern nicht am Telefon, wohl aber auf seiner Homepage, wo er Müller-Krahtz vorwirft, „schlichtweg zu lügen“, und sich die Mitarbeiter des Landkreises „komplett unfair, unkooperativ und unehrlich“ verhalten würden. Und wenn er einen Schuss vor den Bug erhalte, dann müsse der Landkreis damit leben, dass er „auf solche Frechheiten auf Holzfällerart reagiert und aggressive, markige und freche Mails sendet.“
Vorwürfe, die Müller-Krahtz „auf das Schärfste“ zurückweist: „Wir haben unsere Arbeit zu machen.“ Auf die anderen Dinge werde sie nicht reagieren, obwohl man bei manchen Äußerungen schon über strafrechtliche Konsequenzen nachdenken könne. Aber das führe zu nichts: „Es geht um die Sache, und um mehr nicht.“

In der Sache sieht es so aus, dass dem Landkreis jetzt ein verbindlicher Aufbauplan von Bühnen, Markt, Heerlager und vielem mehr vorliegt, wo es bisher noch Widersprüche gegeben hatte. Eine Bühne wird so gedreht, dass die Lautsprecher nicht mehr gegen die angrenzende Wohnbebauung gerichtet sind. Auf Teile eines Feuerwerkes wird verzichtet. Für die eingeteilten Brandsicherheitswachen wird ein Befähigungsnachweis eingereicht, die Ausstattung de Brandwachen mit Funkgeräten wird als ausreichend angesehen. Musik gespielt und gemacht werden darf bis 24 Uhr, danach ist Ruhe zu halten.Einigkeit wurde auch über ein Heerlager erzielt, das nach Ansicht des Landkreises zu nah an einem Bach liegt. Dort wird jetzt abgesperrt.

Deutlich wurde im Gespräch mit dem Landkreis aber auch, dass für die Auflage 2012 dringender Gesprächsbedarf besteht. Manche Dinge müssten überdacht und anders gestaltet werden, so Müller-Krahtz. Insbesondere die Benutzung „sensibler Flächen“ am Mausoleum, die als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sind, würde „Bauchgrimmen“ verursachen. Hier müsse sich zusammengesetzt und Lösungen gefunden werden. Zunächst also erst ein Waffenstillstand.

Dass die Mittelalterkämpen durchaus moderne Waffen zu führen verstehen, ist in den vergangenen Tagen mit „einer Kampagne über Facebook“ – O-Ton Hiller – deutlich geworden. Allein Müller-Krahtz erhielt 240 Mails von Sympathisanten des „Spectaculums“, die sich alle für den Fortbestand der Veranstaltung in Bückeburg und gegen die Nichtgenehmigung ausgesprochen haben. Die Kreisdezernentin: „Die werde ich alle beantworten.“

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