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Warnung vor übermäßigem Alkoholkonsum

Bundesweite Kampagne Warnung vor übermäßigem Alkoholkonsum

„Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland trinken regelmäßig zu viel Alkohol und riskieren dadurch Organschäden bis hin zum Krebs“, warnt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen.

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Am Infostand in der Fußgängerzone veranschaulichte Claudia Kittel-Seifert den durchschnittlichen Pro-Kopf-Jahresverbrauch an Bier in Deutschland durch 500 von ihr präsentierte leere Bierflaschen.

Quelle: wk

Bückeburg. Der Verein macht auf dieses Problem mit einer von ihm unter dem Motto „Alkohol? Weniger ist besser!“ ausgerufenen bundesweiten Aktionswoche aufmerksam.

 Der Landkreis Schaumburg hat diese Kampagne dergestalt aufgegriffen, indem dessen im Bereich der Kreisjugendpflege tätige Präventionsfachkraft Claudia Kittel-Seifert am gestrigen Freitag mit einem Info-Stand in der Bückeburger Fußgänger Präsenz gezeigt hat, um „Menschen durch eine persönliche Ansprache für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren“. Die lokale Aktion war zugleich der Auftakt für eine insgesamt dreiteilige Veranstaltungsreihe, zu der noch eine ähnliche Info-Stand-Aktion in der Stadthäger Fußgängerzone (am heutigen Sonnabend) sowie eine am Donnerstag, 18. Juni, ebenfalls in der Kreisstadt stattfindende und mit „Gesund durch die Pubertät“ überschriebene Fachtagung gehört.

 Aber zurück an die Lange Straße in Bückeburg, wo Kittel-Seifert nicht nur mit jeder Menge Informationsmaterial aufwartete, sondern auch mit 500 – zum Teil in Bierkisten präsentierten – leeren Bierflaschen, die den Passanten den durchschnittlichen Pro-Kopf-Jahresverbrauch an Bier in Deutschland veranschaulichen sollten. Zudem hatte sie eine Umfrage zu weitverbreiteten „Alkohol-Mythen“ vorbereitet, bei der interessierte Passanten über den Wahrheitsgehalt der jeweiligen Thesen abstimmen konnten – und die die Präventionsfachkraft ebenfalls zum Anlass nahm, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Dabei stellte sie etwa klar, dass der Konsum von Rotwein keineswegs gesund sei und auch nicht das Risiko von Herzerkrankungen mindere. Ebenso wies sie darauf hin, dass das sogenannte „Komasaufen“ kein nur bei Jugendlichen zu beobachtendes Phänomen sei, sondern auch von älteren Jahrgängen praktiziert werde.

 Lange Schlangen bildeten sich vor dem von Kittel-Seifert betreuten Informationsstand zwar nicht, gleichwohl war sie mit der Resonanz durchaus zufrieden: „Ich bin echt erstaunt, dass alle Altersgruppen Interesse zeigen“, berichtete sie. Und vor dem Hintergrund dessen, dass sich Alkoholiker bei solchen Aktionen erfahrungsgemäß ohnehin nicht als solche outen und dass viele Gelegenheitstrinker nicht belehrt werden respektive sich für deren Alkoholkonsum nicht rechtfertigen wollen, sei die Resonanz letztlich doch recht gut.

 „Die Wenigsten machen es sich klar: Alkohol ist ein Zellgift, das immer wirkt. Mag der Rausch auch ausbleiben, weil man an Alkohol gewöhnt ist, der Körper verzeiht das Gift nicht“, führt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen in ihrer zu der Aktionswoche herausgegebenen Pressemitteilung weiter aus.

 Mehr noch: „Insgesamt ist Alkohol mitverantwortlich für über 200 Krankheiten. Er schädigt Organe, allen voran Leber und Bauchspeicheldrüse, aber auch Magen und Darm.“ Darüber hinaus zähle Alkohol zu den Top Ten derjenigen Stoffe, die Krebs auslösen – und zwar besonders häufig im Rachenraum, im Dickdarm und in der Brust. Ferner greife er Zellen im Gehirn, im Nervensystem und im Herz-Kreislauf-System an. wk

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