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Warum Fans gerne Schlange stehen

Bückeburg / "Christmas Blues" Warum Fans gerne Schlange stehen

Der „Christmas Blues“ der „Peter Krantz Blues Band“ gehört zu Weihnachten wie der hell erleuchtete Tannenbaum oder das große Festessen.

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Musiker Peter Krantz gibt bei dem Song „Hold on“ so richtig Gas.

Quelle: mig

Bückeburg (mig). Kaum verwunderlich also, dass die „Schraub-Bar“ am Freitag bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen ist und viele Fans auf dem Vorhof darauf warteten, doch noch in die heiligen Hallen zu kommen.

 „Hold on“ heißt es in einem Titel, den die „Peter Krantz Blues Band“ an diesem Abend zum Besten gab und „dranbleiben“ mussten vor allem die Konzertgäste, die etwas zu spät zum Bluesevent des Jahres 2012 gekommen waren. Die Fans standen bis auf den Vorhof – zeitweise musste sogar der Einlass gestoppt werden. „Ist nicht schlimm. Dann machen wir uns eben warme Gedanken“, meinte Carsten Bödecker aus Bückeburg scherzhaft. „So ist die Vorfreude auf das Konzert noch größer“, ergänzte Freundin Stephanie Walter. Drinnen freute man sich derweil über den ergatterten Platz und die tolle Musik, die von der Bühne kam.

„Hauptsache es ist warm und ich kann die Band hören“, sagt Juliane Völker erleichtert. Nicht nur wegen der Musik ist Petra Meyer in die „Schraub-Bar“ gekommen: „Ich treffe mich vor Weihnachten immer mit meinen ehemaligen Schul-Freunden in Bückeburg“, erklärt sie. Mittlerweile haben sich diese Treffen zu einem richtigen Ritual entwickelt. „Manch einer kommt dafür sogar aus dem Ausland. Diesmal hat ein Freund aus London den weitesten Weg nach Bückeburg.“

 Der große Andrang – vor allem vor der Bühne – sollte allerdings auch als Indiz für das hohe Niveau der „Peter Krantz Blues Band“ gewertet werden. Von Beginn an machten die Musiker richtig Dampf, vom Piano-Man bis hin zum Gitarristen zeigte sich die Band bestens aufgelegt. Ohnehin eine Klasse für sich: Sänger Peter Krantz (Bild) mit seiner unverwechselbar rauchigen Stimme. Wie er bei „Hold on“ Gas gibt oder bei „All I can do is cry“ jeden einzelnen Ton mit Emotion auflädt: Das ist einfach groß.

Richtig Spaß machte aber auch die Gitarrenarbeit von Hermann Edling, der sich immer wieder zu virtuosen Soli animieren ließ und der tolle Bass von Manfred Heinze. Etwas Pech hatte die Krantz-Combo allerdings mit dem Verstärker, der mitten im Konzert seinen Geist aufgab. Immerhin hatte man noch Glück im Unglück: „Gitarrendoktor“ Olli Schröder war im Publikum und half bei der Wiederherstellung.

 Fazit am Ende: Mal wieder ein Konzert der allerersten Güteklasse. Krantz und seine Mannen werden von Jahr zu Jahr besser. Wie alter Wein.

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