Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Warum mussten die alten Bänke weichen?

Bückeburg / Jetenburger Kirche Warum mussten die alten Bänke weichen?

Im Anschluss an die Renovierung der Jetenburger Kirche wird in der Stadtkirchengemeinde Kritik an den vorgenommenen Maßnahmen und dem derzeitigen Zustand des Gotteshauses laut.

Voriger Artikel
„Bilder sind mein Leben“
Nächster Artikel
Über den Zaun geguckt

Der Innenraum der Jetenburger Kirche nach der Umgestaltung.

Quelle: bus

Bückeburg. Insbesondere wird die Situation der Sitzmöglichkeiten beanstandet. „Bitte stellen Sie schnellstmöglich die Kirchenbänke wieder in die Jetenburger Kapelle, bevor der Holzfußboden durch Stuhlrücken so sehr beschädigt ist, dass auch der renoviert werden muss“, heißt es in einem an diese Zeitung gerichteten Brief.

 Praktische Argumente pro Kirchenbänke seien zum einen Ablagemöglichkeiten für Dinge wie Stock, Schirm, Tasche oder Gesangbuch. Zum anderen böten Bänke mehr Sitzplätze. Darüber hinaus könnten ältere Gottesdienstbesucher sich beim Aufstehen und Hinsetzen an den Bänken festhalten und liefen nicht Gefahr, an der Stufe vom Holz- zum Steinfußboden zu stolpern. „Zwei Drittel der Gottesdienstbesucher sind in älteren Semestern“, meinen die Kritiker. Lösungsvorschlag: „In den hinteren zwei Dritteln der Fläche Bänke, im vorderen Drittel Stühle für moderne Experimental-Gottesdienste – wenn diese denn unerlässlich sein sollten“.

 Weitere Fragen, die Kritiker der Sanierung umtreiben: Wo sind die drei alten Kirchenkronleuchter? Warum muss gerade die älteste Kirche Bückeburgs überhaupt modernisiert werden? Wo ist eigentlich der Denkmalschutz, wenn es in Bückeburg um Änderungen an Kirchen- oder Fürstenbesitz geht? Wer hat die Kirche stilistisch beraten? Vermisst wird außerdem die Ehrentafel des Majors?

 Stadtkirchenpastor Dr. Wieland Kastning begegnet den Vorwürfen unter anderem mit dem Hinweis, dass die Jetenburger Kirche momentan eine Erprobungs- und Testphase durchlaufe. Die aktuelle Bestuhlung stelle ein „absolutes Provisorium“ dar. Die Suche nach passenden Modellen gestalte sich unterdessen nicht ganz einfach. „Wir benötigen Stühle, die über einiges Gewicht verfügen, in sich stabil sind, Ablagemöglichkeiten bieten und miteinander verbunden werden können“, erläutert Kastning. Gleichwie sei vorgesehen, zumindest zehn der jetzt in Scheie lagernden Bänke zurückzuholen und im hinteren Bereich aufzustellen.

 Hinsichtlich der Kronleuchter macht der Oberprediger darauf aufmerksam, dass die von den in den 1970er Jahren von der Gemeinde Probsthagen übernommenen Lüster gebildete Sichtachse den Blick auf das Kreuz verstellt hätten. Bezüglich der Ehrentafel kündigt Kastning eine Übernahme durch das Bückeburger Museum an.

 Des Weiteren verweist der Pastor auf die noch in Aussicht stehenden Arbeiten. Sowohl die Beleuchtung als auch die Gestaltung des Innenraums seien noch nicht abgeschlossen.

 Zudem stehe eine Umgestaltung des Vorplatzes in Aussicht. Hier sollen der Bodenbelag geglättet und die bislang im Kircheninneren zu findende Tauf-Basis und Glocke einen neuen Standort finden.

 Eingedenk der Sitzmöglichkeitsdebatte habe man einen Karton aufgestellt, in dem jeder Mann und jede Frau Meinungen kundtun könne. Generell, betonte Kastning, gelte in der Landeskirche die Maxime: „Jede Stimme findet Gehör.“  bus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg