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Bückeburg Stadt Was kommt nach dem Faulturm?
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00:18 14.10.2017
Der mit Kalk versetzte Klärschlamm lagert in der Kläranlage an der Kornmasch derzeit unter freiem Himmel. Eine Überdachung wäre wohl sinnvoll. Quelle: Archiv/kk
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 Mit der Fertigstellung des Faulturms wird das Klärwerk unbestritten sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch einen großen Schritt nach vorne machen. Doch nach Auffassung des Experten gibt es auch danach noch einiges zu tun.

 Sorge bereitet Klare besonders die in die Jahre gekommene Schlammentwässerungsanlage. Im sogenannten Dekanter, im Prinzip einer großen Zentrifuge, wird dem Klärschlamm weiteres Wasser entzogen. Diese Anlage muss nach Klares Auffassung demnächst „ertüchtigt“ werden. Die rein rechnerische Lebensdauer sei schon deutlich überschritten.

 Möglicherweise lässt sich mit einer neuen Entwässerung auch der Wirkungsgrad noch weiter verbessern. Je trockener der anfallende Klärschlamm nämlich ist, desto besser. Geringeres Volumen bedeutet weniger Entsorgungskosten, weniger Wassergehalt bessere Verbrennungseigenschaften. Der thermischen Entsorgung gehört nämlich die Zukunft, zumal Schlamm demnächst nicht mehr im gewohnten Umfang in der Landwirtschaft ausgebracht werden darf. Dabei lässt sich wiederum Energie gewinnen, aus der Asche können Düngemittel hergestellt werden. Noch Zukunftsmusik, aber für Klare irgendwann durchaus denkbar: kleine dezentrale Verbrennungsanlagen direkt vor Ort in den Klärwerken. Damit entfiele der Transport in überregionale Großanlagen.

So schnell wie möglich bauen

Ob eine solche Anlage für Bückeburg jemals möglich (und sinnvoll) wäre, sei dahingestellt. In jedem Fall ließe sich aber ein anderes von Klare empfohlenes Projekt verhältnismäßig einfach umsetzen: die Überdachung des Klärschlammlagers. Was nutzt schließlich nach Fertigstellung des Faulturms optimal aufbereiteter Klärschlamm, wenn dieser weiterhin den Witterungseinflüssen ausgesetzt wäre?

 Der Ausschuss nahm die Vorschläge zur Kenntnis. Allgemeiner Tenor: Erst einmal das Faulturm-Projekt mit allen erforderlichen Nebenanlagen umsetzen. Dafür wird derzeit die Genehmigungsplanung vorbereitet, der Bauantrag könnte Ende des Jahres gestellt werden. Für 2018 sollen dann die erforderlichen 2,67 Millionen Euro (einschließlich einer Million Euro Zuschuss) im Etat des Abwasserbetriebs eingestellt werden. Gebaut werden soll dann so schnell wie möglich. kk

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