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Was verbindet Müsingen mit Wölpinghausen?

Bückeburg / Poster der „AG Spurensuche“ Was verbindet Müsingen mit Wölpinghausen?

Was verbindet das Transformatorhäuschen in Müsingen mit dem Matteschlösschen in Wölpinghausen? Oder den Vierungsturm der Klosterkirche Loccum mit der Alten Schule in Rehburg? Antworten auf diese Fragen hält ein neues Poster der „AG Spurensuche“ bereit, das sich unter dem Titel „Bauen mit Stil – Architektur auf dem Land um 1900“ mit der Baumeisterfamilie Meßwarb beschäftigt.

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Der Schlauchturm der Feuerwehr in Rehburg, das Transformatorenhaus in Obernkirchen und das Transformatorenhaus in Müsingen (alles Meßwarbgebäude): Die drei Gebäude – und andere – sind auf dem Poster der „Schaumburger Landschaft“ verewigt.

Quelle: pr.

Bückeburg (mig). Die Transformatorenhäuschen in Müsingen oder Obernkirchen kennt wohl jeder, der einmal an ihm vorbeigefahren ist. Nur Eingeweihten dürfte indes bekannt sein, dass die beiden Gebäude von der Baumeisterfamilie Meßwarb errichtet wurden, die von 1895 bis zum 1. Weltkrieg für viele Bauten im Schaumburger Land verantwortlich zeichnete. „Zu erkennen sind die Bauten beispielsweise an Putzflächen, dem Fachwerk und einem Sinn fürs Detail“, erläutert Ulrich von Damaros, was das Schaffen der Architekten Wilhelm und Ernst Meßwarb ausgezeichnet hat. „Es sind bis in die Inneneinrichtung toll durchgeplante Gebäude.“ Während Wilhelm Meßwarb strukturiert vorgegangen ist, kann man die Arbeiten von Ernst Meßwarb fast schon künstlerisch nennen. Er habe einen Sinn für das Individuelle und für die Mythologie gehabt, sagt von Damaros.

 Kennzeichen des einst belächelten „Zuckerbäckerstils“ sind die vielen Details, wie etwa Drachenköpfe oder eine Darstellung von Rotkäppchen und dem bösen Wolf, die man über einem Fenster in der Alten Schule (Rehburg) findet. „Man entdeckt immer wieder etwas Besonderes, was nicht so offensichtlich ist, etwas Verstecktes, wie ein Sandsteinrelief über dem Hauseingang“, meint Ingrid Fallbusch, deren Großmutter eine geborene Meßwarb ist.

 Christine Fehrentz, eine Urenkelin von Ernst Meßwarb, lebt gemeinsam mit ihrem Mann Horst in der Meßwarb-Villa in Rehburg und ist von den vielen Eigenarten des Hauses begeistert: „Ich liebe unser Haus. Überall gibt es kleine Details, wie etwa eine Eule aus Stein oder ein Hund, der aus dem Putz herausgearbeitet worden ist. Außerdem gibt es eingemeißelte Sinnsprüche, von denen einer so lautet: „Der Wunder schönstes: Liebe, der Wunder größtes: Kunst.“

 Das von der „Schaumburger Landschaft“ finanzierte und der Klosterkammer Hannover geförderte Poster (Titel: „Bauen mit Stil-Architektur auf dem Land um 1900 am Beispiel von Bauten der Baumeisterfamilie Meßwarb“) gibt es bei den Touristinfos in Bückeburg, Bad Nennorf, Stadthagen, Obernkirchen und Rinteln. Herausgegeben hat es die „AG Spurensuche“ der „Schaumburger Landschaft“, um auf die Meßwarb’schen Gebäude rund um das Steinhuder Meer aufmerksam zu machen.

 „Wir wollen zeigen, dass Schaumburg mehr zu bieten hat, als Schloss Bückeburg und Wilhelmstein“, formuliert es der Leiter der Gruppe, Karl-Heinz Oelkers. „Wir wollen die kleinen Kulturgüter erhalten, die einem auf Schritt und Tritt begegnen und die den Charakter des Landes ausmachen.“

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