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Was viele Eltern falsch machen

Bückeburg Was viele Eltern falsch machen

Prävention ist wichtig und kann Spaß machen – das hat am Sonnabend einmal mehr der Tag der offenen Tür im Krankenhaus Bethel gezeigt. „Wir haben heute für Jung und Alt etwas dabei“, sagte Pflegedirektorin Susanne Sorban, die die Veranstaltung mit ihrem Team organisiert hatte. Ziel sei es, „den Gästen etwas mit auf den Weg“ zu geben.

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Kunterbunte Unikate: Diese Kinder bemalen kleine T-Shirts für Babys.

Bückeburg. Schon ein kurzer Blick auf die einzelnen Stände zeigt: Der Präventionsgedanke steht eindeutig im Vordergrund. Von der richtigen Desinfektion der Hände bis hin zum Kindersitz reicht die Palette. „Wir haben uns eine Menge ausgedacht“, sagt Nina Bernhard (Öffentlichkeitsarbeit). Interessante Angebote gibt es an diesem Tag tatsächlich zuhauf. Bis auf Hüpfburg und Ballonverknoter ist fast alles generationsübergreifend. Kinder und Erwachsene haben ihren Spaß – mal allein, meist aber gemeinsam, wie beim Bemalen eines Babystramplers.

Dabei sitzt die achtjährige Lisa einträchtig neben Monika Peltz, die gerade ein rotes Herz auf den Strampler zeichnet. Lisa malt für ihr kleines Brüderchen, Peltz für ihr achtmonatiges Urenkelchen. Wie die Kleine heißt? „Zoe“, antwortet die Kalletalerin. Und sie ergänzt: „Sie ist meine erste Urenkelin – ich bin sehr glücklich.“ Was eine gute Uroma ausmacht? Peltz hat da eigene Vorstellungen: „Eine Uroma ist dazu da, ihre Urenkel zu verwöhnen, sie nimmt sie in den Arm und hat für sie Zeit.“ Schon jetzt habe sie „viel Freude an der kleinen Zoe“. Der Strampler sei ein kleiner „Liebesbeweis.“

Viel Andrang herrscht auch an der „Black Box“ – eigentlich einem Karton – von Pflegedienstleitung Astrid Teigeler-Tegtmeier. Der Ruf „Iiiih, da sind ja überall Bakterien“ ist hier öfter zu hören – wer nicht richtig desinfiziert, sieht das unter dem Schwarzlicht ganz genau. „Wir wollen hier zeigen, wie wichtig das Thema Hygiene ist, denn Desinfektion ist das A und O“, sagt die Pflegedienstleiterin. Ihr zufolge gibt es noch immer Mitarbeiter, die ihre Hände nicht die vorgeschriebenen 30 Sekunden („mindestens!“) desinfizierten. „Dabei ist das sowohl ein Schutz für das Personal als auch für die Patienten“, sagt Teigeler-Tegtmeier. Deshalb sollte man Kinder schon in jungen Jahren darauf hinweisen, wie wichtig eine entsprechende Hygiene sei.

Wie das aussehen kann, erklärt die Klinik-Mitarbeiterin genau: „Man sollte nicht nur die Innenseiten der Hände waschen, sondern auch die Außenseite und die Stellen zwischen den Finger.“ Das dürfe aber nicht „huschhusch“ gehen: „Dafür muss man sich Zeit nehmen.“

Sicherheit und Prävention: Diese Themen stehen auch am Stand von „Köpping Babyausstattung“ an erster Stelle. Dort gibt es Kindersitze in allen Größen und Farben – das Interesse der Eltern ist entsprechend groß. Thorsten Köpping führt vor, wie Gurte richtig angebracht werden, und steht danach für Fragen zur Verfügung. Was Köpping in seinem Geschäft besonders aufgefallen ist: Dass Eltern vor allem nach Zertifikaten und Tests schauen, dabei aber vergessen, den Sitz an das Kind anzupassen. „Die Eltern richten sich beim Kauf nicht nach dem Kind, obwohl das eigentlich richtig wäre.“ Ein weiteres Problem sei, dass der Sitz nach dem Kauf einfach angebracht wird, „ohne jede Anleitung“.

Von Fehlern bei der Sitz-Montage kann auch Carsten Köller, Kontaktbeamter aus Stadthagen, ein Lied singen. Das komme leider viel zu häufig vor, sagt Köller und beschreibt, dass manch ein Sitz einfach nur auf die Rückbank gestellt wird. „Das geht natürlich gar nicht.“ Wünschen würde sich Köller, dass sich Eltern besser auf den Transport ihrer Kinder vorbereiten. Und nachdenken, bevor sie die Kinder zur Schule fahren. „Manche Eltern fahren einfach los und bedenken gar nicht, wo ihre Kinder bei der Ankunft aussteigen müssen“, sagt der Kontaktbeamte. Die Kinder müssten dann oft zur Straße hin aussteigen – also dort, wo am frühen Morgen viel Verkehr herrscht.

Ein anderer Tipp des Beamten: Den Sitz so kaufen, dass das Kind im Seiten- und Kopfschutz fest fixiert ist. Nur so sei das Kind bei einem Unfall gut geschützt. Wichtig sei, dass das Kind so sitze, dass es „nicht hin- und hergeschleudert“ werden kann. mig

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