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Was wird aus der Jägerkaserne nach 2019?

Quartierplanerin setzt auf Nachbarschaftshäuser Was wird aus der Jägerkaserne nach 2019?

Noch ist es nicht mehr als eine unausgereifte Idee. Aber wenn es nach der Architektin und Quartierplanerin Astrid Engel (Minden) geht, wäre der Bau von sogenannten „Nachbarschaftshäusern“ auf dem Gelände der Bückeburger Jägerkaserne eine interessante Option.

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 Astrid Engel

Quelle: wk

Bückeburg. Handelt es sich bei dem an der Ulmenallee gelegenen Areal, für das aufgrund der von der Bundeswehr angekündigten Schließung der Kaserne ab dem Jahr 2019 noch nach einer sinnvollen Nachnutzung gesucht wird, doch um ein „hochattraktives innerstädtisches Gelände“, das für ein derartiges Wohnprojekt „ideal geeignet“ ist. Und Nachbarschaftshäuser, davon ist die Diplom-Ingenieurin überzeugt, sind definitiv „die Zukunft des Bauens“.

 Denn mit solchen für Singles, Paare, junge Familien und Senioren gedachten Wohnanlagen könne man unterschiedliche Bedürfnisse der Menschen unter einen Hut bringen, erklärte Engel anlässlich ihres Vortrages, den sie auf Einladung der Partei „WIR für Schaumburg“ im JoëlLe-Theule-Saal des „Ratskellers“ gehalten hatte. Und zwar den Wunsch nach „Individualität“ genauso wie den Wunsch nach einem „gemeinschaftlichen Miteinander“. Von der Konzeption der Nachbarschaftshäuser her wird dem nämlich dadurch Rechnung getragen, dass es außer barrierefreien und behindertengerechten, meist mit Balkon ausgestatteten Wohnungen auch einen – hinsichtlich der Raumaufteilung variablen – Gemeinschaftsraum gibt, der als „Ort der Begegnung“ fungiert“. Private Feste beispielsweise können hier ebenso gefeiert werden wie gemeinschaftliche Feste.

 „Früher lebte man in Großfamilien zusammen, sodass im Grunde immer jemand da war, wenn man nach Hause kam“, führte die Quartierplanerin weiter aus. Heute indes gebe es diese familiäre Wohnform kaum noch. Als Folge der Vereinzelung würden heutzutage viele Menschen regelrecht vereinsamen. In Nachbarschaftshäusern dagegen sei eine „gelebte Nachbarschaft“ zu finden, wobei jeder Bewohner für sich entscheide, wie viel Nähe er haben möchte. Oder anders formuliert: Dort gibt es „so viel Gemeinschaft, wie man mag, und so viel privaten Rückzugsraum, wie man braucht“.

 Voraussetzung dafür, dass dieser Balanceakt funktioniert, ist laut Engel („Wir brauchen dieses Miteinander, denn wir sind soziale Wesen“) allerdings nicht nur die innere Einstellung der Bewohner, sondern auch eine ausreichende Größe der Wohnanlage:

 „Zwei Dutzend Wohnungen sind schon sinnvoll“, betonte sie. Denn: „Manche Menschen sind einem sympathisch, andere nicht.“ Zu viel Nähe sei da schlecht. Wenn indes eine gewisse Masse an Menschen in der von den Bewohnern selbst verwalteten Wohnanlage lebt, könne man demjenigen, den man nicht mag, einfach aus dem Weg gehen und Toleranz üben.“ wk

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