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„Was wussten Sie?“

Bückeburger Schüler testen Wissen „Was wussten Sie?“

„Wussten Sie’s?“ – „Was wussten Sie?“ Mit einer Aktion auf dem Marktplatz haben Schüler des Gymnasiums Adolfinum der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die 50 Zwölftklässler legten Rosen nieder und befragten zudem Passanten.

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 Schüler des Adolfinums haben auf dem Marktplatz der Opfer der Nationalsozialisten gedacht.

Quelle: mig

Bückeburg. Der 27. Januar ist ein geschichtsträchtiges Datum. 70 Jahre ist es her, dass im Jahr 1945 das Vernichtungslager Auschwitz befreit wurde – seit 1996 wird an diesem Tag bundesweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. So auch in Bückeburg, durch Schüler des Adolfinums. Die Zwölftklässer aus dem Leistungskurs Geschichte haben die Aktion lange im Unterricht vorbereitet. „Wir wollen vor Ort daran erinnern, was hier passiert ist“, sagt Lehrer Marcel Dübner. Die Schüler sollten lernen, welche Formen Erinnern annehmen kann.

 Jonas Struckmeier, ein Zwölftklässler, findet die Aktion gut: „Man muss den Leuten immer wieder ins Gedächtnis rufen, was passiert ist“, sagt er. Und: „Das Thema ist brandaktuell, deshalb ist es umso wichtiger, an all das zu erinnern, was damals passiert ist.“ Nur so könne verhindert werden, „dass so etwas wieder passiert“. Für das nächste Jahr steht übrigens schon jetzt fest, dass die Aktion wiederholt wird. „Das soll eine feste Einrichtung werden“, sagt Lehrer Hans-Ulrich Reuter.

 Noch ein Wort zur Vorgehensweise der Schüler: Die Gruppe teilte sich in drei Themenbereiche auf, unter anderem stand ein Besuch des jüdischen Friedhofs und einiger „Stolpersteine“ auf der Agenda. Es wurden Blumen niedergelegt und zuvor erarbeitete Referate über die jeweiligen Schicksale verlesen. Auf dem Marktplatz hielten die Adolfiner Transparente mit der Aufschrift „Wussten Sie’s?“ und „Was wussten Sie?“ hoch. Es folgte eine Schweigeminute für alle Opfer des Nationalsozialismus. Interessant auch: die stichprobenartige Befragung von Passanten, die ein eher gemischtes Bild ergab. „Etliche Leute wollten sich damit gar nicht auseinandersetzen. Denen war das alles unangenehm und beispielsweise die Mittagspause wichtiger“, sagt Lehrer Reuter. Andere zeigten eine gewisse Frustration über „die da oben“. „Manch einer fühlt sich von der Politik bevormundet und nicht richtig ernst genommen“, gibt Lehrer Dübner zu bedenken.

 Für die Schüler seien die Antworten – „als Einblick in die gesellschaftliche Wirklichkeit“ – nichtsdestoweniger sehr interessant. „Ein Teil der Leute wollte sich am liebsten gar nicht mit Politik beschäftigen“, hat ein Zwölftklässler beobachtet. Die Ergebnisse der Fragebögen sollen in einigen Wochen auf der Homepage der Schule einsehbar sein. mig

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