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Bückeburg Stadt Wegen drohenden Unwetters evakuiert
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Wegen drohenden Unwetters evakuiert
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20:45 01.06.2018
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Bückeburg

Das Gelände wurde geräumt, die Besucher mussten sichere Gebäude wie Schloss, Remise, Reithalle und den für solche Notfälle bereitstehenden Rathaussaal aufsuchen. Die Räumung verlief reibungslos, es gab keine Verletzten. Eine gute halbe Stunde später konnte nach dem Abzug des Gewitters, das längst nicht so schlimm ausfiel wie vorhergesagt, das Gelände wieder freigegeben werden.

„Zum Glück sind die schlimmen Befürchtungen der Meteorologen nicht eingetreten“, freute sich der erleichterte Gastgeber Alexander zu Schaumburg-Lippe: „Keine Verletzten, keine Sachschäden.“ Alle Beteiligten der Feuerwehr und des Organisationsteams hätten richtig reagiert und alles richtig gemacht: „Ich spreche allen meinen Dank aus.“

Wie Alexander Perl, beim Organisationsteam für die Sicherheit verantwortlich, sagte, habe die Landpartie wegen der bereits gegebenen Unwetterwarnungen den ganzen Morgen in engem Kontakt mit meteorologischen Diensten gestanden. Im Verlauf des Morgens habe es sich immer mehr konkretisiert, dass Bückeburg von einer Gewitterzelle mit Starkregen und Sturmböen getroffen werden könnte. „Als es dann hieß, in einer Viertelstunde geht es los, haben wir im Koordinierungsstab einstimmig entschieden, das Gelände zu räumen. Das Problem sei weniger das Gewitter, sondern dass im Park bei Sturm und Starkregen Bäume oder Äste umgerissen und auf Zelte oder Stände fallen könnten. „Sicher ist sicher, wir mussten handeln“, so Perl.

Umgehend setzte sich um 13.40 Uhr die geplante Evakuierungsmaschinerie in Gang. Bereits auf dem Gelände bereitstehende Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Mitarbeiter schwärmten an die für sie vorgesehenen Einsatzorte aus und wiesen die Besucher in die Bereitschaftsräume, wo es kurzfristig Unterhaltungsprogramm wie etwa Reitkunstvorführungen gab, um Gäste zu beruhigen und die Wartezeit zu verkürzen. Gleichzeitig wurden vorsorglich die Rettungsdienste des Landkreises alarmiert. Außer der Feuerwehr Bückeburg-Stadt, die einen ständig besetzten Leitwagen auf dem Gelände platziert hat, waren THW und DRK-Bereitschaft Bückeburg, der Rettungsdienst des Landkreises sowie fünf Rettungswagen und zwei Notärzte vor Ort. „Das Zusammenspiel hat reibungslos geklappt“, hieß es seitens der Feuerwehr. Eine gute halbe Stunde später – nach dem Abzug des Gewitters – konnte die Landpartie wieder freigegeben werden.

Besuche bleiben gelassen

Die Besucher nahmen die Zwangspause gelassen. „Wenn eine entsprechende Wetterlage droht, muss ein Veranstalter nun einmal auf Nummer sicher gehen und eine solche Maßnahme durchführen“, meinte beispielsweise Hildegard Krömer aus Osnabrück: „Wir haben uns da aber zu jeder Zeit sicher und gut aufgehoben gefühlt.“ Reiner Wessling, Ortsbrandmeister von Evesen, war während der Evakuierung für den Bereich der Remise zuständig: „Absolut diszipliniert und vorbildlich“ hätten sich die Besucher bis zur Wiederfreigabe des Geländes verhalten.

„Regentropfen, die auf mein Zeltdach klopfen“, spielte das Trio Filou, bis die drei Musiker Udo Schatz, Peter Burrack und Roland Reuter ihre Instrumente regensicher verstauten und ihr Zelt verzurrten und sich in die Gesindeküche des Bückeburger Schlosses begaben: „Um dort erst einmal gepflegt zu Mittag zu essen.“ Schräg gegenüber machte British-Fudge-Händler Karsten Ebert von der Firma „Der süße Regenbogen“ seinen Stand sturm- und regensicher und blieb dann sogar noch eine Weile im Freien, um vorbeieilenden Besuchern Hilfestellung und Ratschläge zu geben, wohin sie sich im Rahmen der Evakuierung zu begeben hatten.

Zu einem spontanen Sit-in im Zelt des Fürst-Schaumburg-Standes hatte sich während des Gewitters eine Damenreisegruppe aus Melle und Osnabrück zusammengefunden – und fand es dort so nett und bequem, dass sie dort noch eine ganze Zeit lang die Gastfreundschaft genossen, als draußen der Betrieb der Landpartie schon längst wieder lief.

rc, jp

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