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Bückeburg Stadt Weil es stinken könnte
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Weil es stinken könnte
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00:30 01.12.2014
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Bückeburg.

Die Fläche, die „Am Bergdorfer Wege“ bebaut werden kann, um ein allgemeines Wohngebiet ausweisen zu können, muss auf die Hälfte reduziert werden. Nur noch 30 Bauplätze können im nördlichen Bereich hinunter zur Kreuzbreite ausgewiesen werden. Grund dafür ist, dass bei Aufstellung des ersten Bebauungsplans nicht berücksichtigt wurde, dass es im südlichen Bereich des Baugebiets durch die Nähe zu zwei landwirtschaftlichen Betrieben zu Beeinträchtigungen durch Geruchsimmissionen kommen kann.

 Der Bau- und Umweltausschuss musste auf seiner Sitzung am Donnerstagabend daher den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 86 „Am Bergdorfer Wege“ aufheben, was einstimmig beschlossen wurde. Ebenso einstimmig wurde der notwendige Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nummer 87 „Am Bergdorfer Wege/Nord“ gefasst, mit dem die Planung für die Hälfte des Neubaugebiets auf den Weg gebracht wurde.

 Der Plan enthält das Kuriosum, dass ein Zipfel im südöstlichen Bereich als örtlicher Grünzug ausgewiesen werden muss, da bis in diesen Zipfel die Geruchsimmissionen hineinreichen können, wie die Anwendung der entsprechenden Richtlinie ergeben hat. Dort hätten gut und gerne noch zwei weitere Bauplätze ausgewiesen werden können. Im Zuge der monatelangen Diskussionen im Vorfeld war noch die Hoffnung geäußert worden, dass in Gesprächen mit den beiden Landwirten Lösungen gefunden werden könnten, doch das gesamte Gebiet als allgemeines Wohngebiet ausweisen zu können. Daraus ist nichts geworden.

 Wie der Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses, Bernd Insinger (SPD), sagte, kann das ursprüngliche Baugebiet „aus Absicherungsgründen“ nicht wie geplant umgesetzt werden: „Es ist zu risikobehaftet für die Stadt, den alten Plan so zu beschließen.“ Neue Bewohner, aber auch die Landwirte hätten klagen können, wenn die Immissionen zu stark gewesen wären oder aber die Landwirte, wenn sie in der Entfaltung ihrer Betriebe beeinträchtigt worden wären, hieß es am Rande.

 Bei der Neuaufstellung des neuen B-Plans kommt es jetzt im Grunde zu einer Halbierung. Die Bauplätze im unteren Bereich werden verdichtet, um überhaupt 30 Bauplätze zu erhalten. Der ursprünglich geplante Grünzug mitten durch das Baugebiet bleibt und wird als Regenrückhaltung genutzt. Damit kann auf die Ausweisung eines separaten Regenrückhaltebeckens verzichtet werden, was weitere Bauplätze gekostet hätte. Sollte sich die Situation mit den Landwirten einmal ändern, bleibt die Möglichkeit offen, den südlichen Bereich mit der ursprünglichen Planung doch noch als ein gesamtes Baugebiet auszuweisen.

Von Raimund Cremers

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