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Weitere Verzögerungen absehbar

Realisierung des Regioports in der Schwebe Weitere Verzögerungen absehbar

Bei der Realisierung des Großprojektes Regioport direkt an der Stadtgrenze zu Bückeburg zeichnen sich weitere Verzögerungen ab. Wie Ortsbürgermeister Hans-Georg Terner und Uwe Tönsing, der Vorsitzende der dem Projekt kritisch gegenüberstehenden Bürgerinitiative Containerhafen Bicon, am Rande der jüngsten Sitzung des Ortsrates Cammer aus einem Ende Oktober geführten Gespräch mit Schaumburgs Landrat Jörg Farr, Mindens Bürgermeister Michael Buhre und Malte Wittbecker von der Geschäftsstelle des Planungsverbandes Regioport berichteten, werde der erst kürzlich vorgelegte Bebauungsplan zurückgezogen, überarbeitet und erneut ausgelegt.

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Bückeburg. Der Entwurf enthalte „viele handwerkliche Fehler“, zitierte Terner einen Gesprächsteilnehmer, der Plan müsse „überarbeitet und neu ausgelegt“ werden. „Der Plan, der zurzeit auf dem Tisch liegt, wird nicht durchgehen“, meinte Ortsratsmitglied und CDU-Fraktionschef Axel Wohlgemuth. Das vom Planungsbüro Drees & Huesmann (Bielefeld) verfasste Konvolut umfasst einen Bereich von rund 90 Hektar und soll die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum „Bau eines Hafens für den Containerumschlag und einem ergänzenden, hafenaffinen Gewerbegebiets als Teil des Gesamtprojekts Regioport Weser“ schaffen.

 „Ich bin durchaus positiv gestimmt, was die Belange Cammers angeht“, hatte Bürgermeister Reiner Brombach im Cammeruner Ortsrat mit Blick auf die Errichtung des Containerumschlagplatzes „Regioport“ zu Protokoll gegeben. Rat und Verwaltung der Ex-Residenz stünden „mit vollem Herzen und vollem Verstand“ hinter ihrer zum Hafen-Bebauungsplan abgegeben Stellungnahme. „Wir haben sie nicht abgegeben, um am Ende mit leeren Händen aus der Angelegenheit hervorzugehen, sondern wir wollen das Bestmögliche für Cammer herausholen“, unterstrich das Stadtoberhaupt.

 Allerdings erhebe die Stellungnahme keinen Anspruch auf eine Umsetzung im Verhältnis eins zu eins. „Unsere Anregungen und Bedenken fließen in die Beschlussfassung ein und haben nur den Anspruch, ernsthaft und sorgfältig abgewogen zu werden“, erläuterte Brombach. Dessen Ausführungen berücksichtigten insbesondere die Bereiche Lärmschutz, Verkehr, Gebäudehöhen, Beleuchtung und Störfallbetrieb. „Da sind offensichtlich Nachbesserungen in den ursprünglichen Planungen erforderlich“, meinte der Bürgermeister.

 Generell sei es von Vorteil, dass Vertreter Bückeburgs und des Landkreises Schaumburg gemeinsam mit Delegierten der Stadt Minden und des Landkreises Minden-Lübbecke dem Planungsverband mit jeweils fünf Mitgliedern angehörten. „So können wir aktiv an den Planungen mitwirken“, erklärte Brombach, der das Terminal-Vorhaben nicht in Frage stellte. „Es ist uns klar, dass dieser Hafen entstehen wird. Aber erst nach gründlicher Abwägung aller berechtigten Cammeruner Interessen.“

 Was letztlich dabei herauskomme, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. „Schlimmstenfalls kann es so sein, dass, wenn zu wenig auf unsere Belange eingegangen wird, die Stadt Bückeburg und der Landkreis Schaumburg gegen die Planungen stimmen und diese ablehnen werden.“

 „Wir haben kein dahin gehendes Vertrauen mehr, dass in der aktuellen Abwägung irgendetwas zu unseren Gunsten passiert“, legte Uwe Tönsing dar. „Bisher ist grundsätzlich gegen unsere Einwände entschieden worden, schilderte der Vorsitzende der dem Projekt kritisch gegenüberstehenden Bürgerinitiative Containerhafen seine Sicht der Dinge. „Wir werden uns bemühen, dass unsere berechtigten Interessen und Wünsche berücksichtigt werden“, sagte Ortsbürgermeister Hans-Georg Terner. Bislang sei „alles zu unseren Lasten gegangen“.

 Blick vom Mittellandkanal auf das zukünftige Hafengelände. Im Hintergrund entsteht eine Brücke, die der Erschließung des Areals dienen soll.  bus

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