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Wenig Geld – viele Maßnahmen

Bückeburg / Rat Wenig Geld – viele Maßnahmen

Wo soll man vor dem Hintergrund knapper Finanzmittel Schwerpunkte setzen? Diese Kernfrage beschäftigte den Schulausschuss des Rates jetzt bei der ersten Beratung der Haushaltsansätze für die kommenden Jahre.

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Quelle: Symbolfoto

Von Karsten Klaus

Bückeburg. Konkret: Ist es sinnvoller in neue Tische und Stühle zu investieren, oder soll man die vier Grundschulen mit modernen Whiteboards ausstatten? Die Verwaltung und die Grundschulen Am Harrl, Petzer Feld, Meinsen und Evesen waren übereingekommen, parallel anzuschaffen – jedes Jahr neue Möbel für zwei Klassenräume und zwei Whiteboards.

Im Ausschuss gab es jedoch Stimmen, die die modernen multimedialen Unterrichtshilfsmittel in Frage stellten und für die Anschaffung von mehr neuen Möbeln plädierten. Die Grundschulpädagogen im Gremium brachen jedoch eine Lanze für den modernen Tafelersatz, der auch Overheadprojektor, Fernseher oder Beamer ersetzen kann. Denn auch diese seien in den Schulen oft marode und müssten in absehbarer Zeit ersetzt werden.

Ungefähr 200000 Euro stehen für die nächsten vier Jahre für die Anschaffung von Schulinventar aller Art zur Verfügung, also jährlich ungefähr 50000 Euro. Damit lassen sich natürlich nicht alle Wünsche der Schule auf einmal erfüllen.

Neben der Investitionsplanung weist der Schuletat auch sogenannte Schülerbezogene Leistungen aus. Unter diesem Titel sind etwa Zuschüsse zum Schulessen und für die Ganztagsbetreuung zusammengefasst. Fachbereichsleiter Christian Schütte von der Verwaltung machte bei der Vorstellung der Zahlen deutlich, dass auch hierbei sparsam gewirtschaftet werden müsse.

Konkret heiße das, dass die Stadt zum Beispiel die Eltern beim Mittagessen in den Schulen stärker zur Kasse bitten möchte. Der städtische Zuschuss in Höhe von 43 Prozent soll reduziert werden. Allerdings wurde auch angeregt, zunächst einheitliche Standards für das Essen zu definieren, bevor über den Preis geredet werde. Hintergrund: Je nach Lieferant schwankt die Qualität nach Ansicht der Eltern und Schüler erheblich.

Ein großer Posten im Schuletat ist der Zuschuss der Stadt zur Ganztagsbetreuung, 64700 Euro pro Jahr sind hierfür in Zukunft eingeplant. Schütte zeigte sich zuversichtlich, dass mittelfristig gespart werden kann, ohne Qualitätsstandards anzutasten. Das Land habe nämlich angekündigt, seine Anteile deutlich zu erhöhen. Weitere Mittel für die Schulen, insbesondere für bauliche Maßnahmen, sind im Bereich Gebäudemanagement verbucht. Wichtiger Posten ist dort die Sanierung der Toiletten in der Grundschule am Harrl.

Grundsätzliche Überlegungen wurden in der Verwaltung über langfristige Ziele der Schulfinanzierung angestellt. So soll bis 2017 ein einheitliches EDV-Konzept für alle vier Bildungseinrichtungen entwickelt werden. Ziel: vergleichbare Ausstattung und bessere Planbarkeit. Auch die Möblierung soll vereinheitlicht werden. Ein weiterer wichtiger Punkt: Bis 2018 soll die Inklusion komplett umgesetzt werden. Hierbei herrscht derzeit ein wenig „Stillstand“, da einige Mustergerichtsverfahren anhängig sind.

Schließlich gilt es einen umfassenden Schulentwicklungsplan zu entwickeln und zu diskutieren, der Weichenstellungen für die Zukunft regelt. Darin wird es sicherlich auch darum gehen, wie viele Grundschulen Bückeburg sich leisten will und kann. Wichtig Grundlage: die weitere Entwicklung der Schülerzahlen. Prognostiziert worden waren ja deutlich sinkende Zahlen.

Christian Schütte machte jedoch deutlich, dass es zwar tendenziell „bergab“ gehe, aber nicht so schnell, wie von vielen Experten erwartet. Dafür gebe es einige Gründe: Mehr Kinder aus NRW, die in Bückeburg zur Schule gehen, Zuzüge und die steigende Zahl der Flüchtlingsfamilien, die in die Stadt kommen.

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