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Weniger Honigtau,weniger Geruch

Baumbestand komplett Weniger Honigtau,weniger Geruch

Der Baumbestand in der Fußgängerzone ist wieder komplett. Im September 2014 musste eine Kaiserlinde vorm Brauhaus gefällt werden. Monate später – im März 2015 – verschwand die stattliche Rotkastanie an der Fleischerei Mühe.

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Und rein damit: Vorm Brauhaus weist ein Arbeiter der jungen Linde ihren neuen Standort zu.

Quelle: thm

Bückeburg. Jetzt wurden beide Lücken geschlossen. Für die Kastanie wurde ein Feldahorn gepflanzt, die Kaiserlinde wurde durch eine andere Lindensorte ersetzt, die weniger Honigtau absondert.

Vor der Fleischerei Mühe stockten die Arbeiten einen Tag lang. Die Arbeiter waren beim Ausheben der Wurzeln auf ein altes Telekom-Kabel gestoßen, das in keinem Kataster verzeichnet war. „Wir mussten erst mal klären, ob das Kabel noch benutzt wird“, erläuterte Christiane Matthäi, die bei der Stadt Bückeburg deren Grünflächen bewirtschaftet. Das Kabel war glücklicherweise mausetot, folglich konnte die Pflanzgrube ohne Bedenken ausgebaggert werden.

Feldahorn wird empfohlen

Da hinein ist jetzt ein Feldahorn gepflanzt worden. Wie Matthäi erläutert, geht die Wahl des Gehölzes auf die sogenannte „Gartenamtsleiterliste“ (GALK) zurück, die auf der Grundlage von Langzeitprüfungen und Versuchsabläufen Empfehlungen für das Anpflanzen von Bäumen im städtischen Bereich ausspricht. Hintergrund: Bäume in Städten sind vielen Belastungen ausgesetzt: Hunde-Urin, beengter Standort, extreme Trockenheit, Strahlungshitze (ausgehend von Pflaster und Gebäuden) und Beeinträchtigungen durch Fahrzeugverkehr haben Einfluss auf das Wohl der Pflanzen im städtischen Umfeld. Der Feldahorn wird auch mit Blick auf das Thema Klimawandel empfohlen.

Zudem: An der Einmündung der Braustraße sollte schon früher ein bewusster optischer Bruch stattfinden. Deshalb war die Reihe der Kaiserlinden bislang durch die Kastanie „gebrochen“, jetzt nimmt der widerstandsfähige Ahorn ihren Platz ein.

Flüssigkeit und Zucker

Anstelle der gefällten Kaiserlinde am Brauhaus ist jetzt eine andere Lindensorte gepflanzt worden. Deren Besonderheit: Nach neuerer Forschung sondert diese Pflanze weniger Honigtau ab als die Kaiserlinde, weshalb sie für Standorte in Städten als besser geeignet gilt. Stichwort Honigtau: Der ist keine Absonderung der Linden, sondern ein Stoffwechselprodukt der die Linden bewohnenden Blattläuse. Die Krabbler saugen Pflanzensaft aus den Bäumen. Im Saft enthalten ist viel Zucker und ein bisschen Aminosäure. Auf Letztere sind die Läuse aus. Was sie nicht benötigen, das scheiden sie wieder aus – Flüssigkeit und Zucker. Es ist das Blattlaus-Pipi, das im Sommer zum Himmel stinkt.

Andererseits: Die Reihe der Kaiserlinden in der Fußgängerzone greift ein historisches Vorbild auf: Vor annähernd 150 Jahren hatte das damalige Fürstenhaus entlang der Bahnhofstraße eine Lindenallee anpflanzen lassen. Dieser Gestaltungsidee folgend, ist vor mehr als 20 Jahren auch die Fußgängerzone mit Kaiserlinden bepflanzt worden. Dass es Lindensorten gibt, die die Nasen weniger belasten, war damals offenbar noch nicht bekannt. thm

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