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Bückeburg Stadt Weniger Unfälle, weniger Verletzte
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Weniger Unfälle, weniger Verletzte
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00:21 01.04.2018
Der Leiter des Polizeikommissariats Bückeburg, Werner Steding (von rechts), Pressesprecher Matthias Auer und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Arno Hansing, freuen sich über einen Rückgang der Gesamtzahl bei Unfällen. Die auffälligen Streifenwagen werden übrigens nach und nach die alten blauen Fahrzeuge ersetzen. Quelle: rc
Bückeburg

Gegenüber dem Vorjahr sank auch die Zahl der Schwerverletzten von 35 auf 22. Und wäre kurz vor Weihnachten nicht der tödliche Unfall mit einem Geisterfahrer auf der B65 gewesen, hätte das Kommissariat 2017 keinen tödlichen Unfall registrieren müssen (2016: 3).

 „Der Rückgang der Gesamtzahl ist erfreulich“, sind sich Kommissariatsleiter Werner Steding, der Leiter Einsatz- und Streifendienstes, Arno Hansing, und Pressesprecher Matthias Auer einig. „Obwohl 1124 Unfälle schon eine reichliche Zahl und für jeden Betroffenen bitter ist“, so Steding. Das Kommissariat mit seinen 53 Beamten ist für die Städte Bückeburg und Obernkirchen sowie die Samtgemeinden Eilsen und Nienstädt mit rund 46.000 Einwohnern zuständig.

 Das gleichbleibende Niveau von Verletzten oder Schwerverletzten in den vergangenen Jahren führten die Polizeibeamten auf die gute technische Ausstattung der Fahrzeuge, die hohe Verkehrsdichte, die Rasern wenig Möglichkeiten bietet, aber auch die eigene Überwachung zurück.

 Erfreulich ist – wie in den Vorjahren – die Entwicklung in der Risikogruppe „Junge Kraftfahrer“. Ein Schwerverletzter wurde 2017 registriert, 2016 waren es noch drei. Zurückgeführt wird das auf das Begleitete Fahren mit 17. Steding erklärt: „Die Einführung hat sich positiv ausgewirkt, eine Erfolgsgeschichte.“

Weiterhin viele Fahrten unter Alkoholeinfluss 

Brennpunkthema sind unverändert die Unfallfluchten. 272 wurden 2017 registriert, exakt wie 2016. Aufgeklärt wurden 123 Fälle, 16 mehr als 2016. Personenschäden bei Unfallfluchten wurden elf Mal registriert, von denen sechs aufgeklärt wurden. Die allermeisten Unfallfluchten sind sogenannte Bagatellfälle wie Parkplatzrempler mit Beulen oder Kratzer. „Die durchaus aber auch schon einige tausend Euro kosten können, wenn großflächig Lackierungen ausgebessert werden müssen“, wie die Polizisten feststellten.

Einen Rückgang der Unfallfluchten erwartet das Kommissariat durch den Umzug des Krankenhauses Bethel. Denn die enge Herminenstraße mit ihren zugeparkten Seitenbereichen war eine der Schwerpunkte-Stellen für das unerlaubte Entfernen vom Unfallort.

 Auch Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss „war und ist Schwerpunktthema“. Mit 142 Fahrten verharren die Zahlen trotz aller Kontrollen, Bemühungen und Aufklärungsarbeit auf einem konstant hohen Niveau. „Jeden dritten Tag haben wir einen erwischt“, stellte Steding fest. Unter Alkohol waren 60 Personen (mit Unfall zwölf) unterwegs, unter Drogen 66 Autofahrer (mit Unfall 4). Verletzte wurden insgesamt 24 registriert.

 Wie in den Vorjahren legt die Polizei ihren Schwerpunkt auch 2018 auf Prävention. Vor allem mit Blick auf die Nutzung von Smartphones am Steuer wollen die Beamten kontrollieren. Außerdem soll es erneut eine Verkehrssicherheitswoche mit Verkehrskontrolle geben. rc