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Wenn Verkalkung gefährlich wird

Bückeburg / Informationsveranstaltung Wenn Verkalkung gefährlich wird

Arterien- und Venenerkrankungen haben im Zentrum einer Informationsveranstaltung der gefäßchirurgischen Abteilung des Krankenhauses Bethel gestanden.

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Gefäßchirurgie-Chefarzt William Mamar begrüßt die Besucher der Informationsveranstaltung.

Quelle: bus

Bückeburg. Während der im Zuge des bundesweit begangenen „Gefäßtages“ organisierten Zusammenkunft vermittelten Chefarzt William Mamar und Oberarzt Thomas Wagner Wissenswertes zu den Themen „Verengung der Halsschlagader“ und „Krampfaderkrankung der Beine“.

In der Bundesrepublik erleiden jedes Jahr rund 150000 Menschen einen Schlaganfall. Schätzungen gehen davon aus, dass mittlerweile jeder dritte mehr als 40 Jahre alte Deutsche an „verkalkten Gefäßen“ leidet. Zu den Risikofaktoren zählen vor allem Rauchen, Bluthochdruck, ungesunde Ernährung und mangelnde körperliche Aktivität. Die dadurch bedingten Durchblutungsstörungen können am Herzen zum Infarkt und an den Gliedmaßen zum sogenannten Raucherbein führen. Die Verengung der Halsschlagader stellt einen Teilaspekt der Gefäßverkalkung dar und kann zu einem Schlaganfall führen. Bei den Krampfadern liegt oftmals eine familiäre Neigung vor – bei Frauen begünstigt durch Schwangerschaften, bei beiden Geschlechtern durch langes Stehen.

Erkrankungen des Gefäßsystems haben der Einschätzung von Mamar und Wagner zufolge nicht zuletzt aufgrund einer deutlichen Veränderung der Alters- und Bevölkerungsstruktur bemerkenswert zugenommen. Jede fünfte Person jenseits des 65. Lebensjahres weist eine Arterienveränderung auf, was Beschwerden mit entsprechender Beeinträchtigung der alltäglichen Lebensqualität nach sich zieht und in fortgeschrittenem Stadium zu ernsthaften Lebensbedrohungen führen kann.

Im Krampfadervortrag erläuterte Wagner, dass in Deutschland etwa jede fünfte Frau und etwa jeder sechste Mann betroffen ist. Rund zwölf Millionen Personen wiesen Stammvenen-Veränderungen auf, mehr als eine Million lebe mit einem „offenen Bein“. Krampfaderleiden gingen zumeist mit degenerativen Veränderungen der Venenwand, Abflussstörungen im Venensystem und dem Verlust der Venenklappenfunktion einher. Bei der unbedingt notwendigen Behandlung (Wagner: „Das Krampfaderleiden ist keine Bagatellerkrankung“) stünden das Erreichen von Beschwerdefreiheit und die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund. Zudem arbeiteten die Bethel-Chirurgen mit einem hohen kosmetischen Anspruch. Bei den Therapieformen komme der Kompressionstherapie die wichtigste Rolle zu, erst danach folgten operative Eingriffe und – in eher seltenen Fällen – Medikamente. bus

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