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Wenn die Königin kränkelt

Vortragsabend Gartenbauverein Bückeburg Wenn die Königin kränkelt

Sie gilt als die Königin der Gartenblumen: die in unzähligen Sorten gezüchtete Rose. Doch so schön, wie deren Blüten auch aussehen und duften, erweisen sich diese Zierpflanzen mitunter als eher schwierige Gewächse.

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Beim Pflanzen von Rosen sollte man darauf achten, dass die Veredelungsstelle ein paar Zentimeter von Erde bedeckt ist, um diese vor Frost zu schützen, sagte Georg Hagen (Rosenbaumschule Caroline Fechner).

Quelle: wk

Bückeburg. Jedenfalls dann, wenn den Rosen der ihnen im Garten zugewiesene Platz nicht zusagt und es ihnen an liebevoller Zuwendung – sprich: Pflege – mangelt. Was Hobbygärtner beachten müssen, damit sie lange Freude an ihren Zierrosen haben, war bei einem Vortragsabend im Hotel „Ambiente“ zu erfahren, zu dem der Gartenbauverein Bückeburg eingeladen hatte.

„Rosen brauchen einen absolut solitären und sonnigen Standort“, erklärte dort Jobst Begemann, gelernter Gärtner und Fachberater des Ulmer Unternehmens Oscorna-Dünger. Zudem müsse der Boden tiefgründig, humusreich und locker sein, damit er sich schnell erwärmen kann und sich keine Staunässe bildet.

Wenig empfehlenswert sei laut dem Experten indes eine Bodenabdeckung mit Rindenmulch, da dieser die Erwärmung des Bodens verhindere. Da der sich zersetzende Rindenmulch überdies den Boden Stickstoff entziehe, solle man einem diesbezüglichen Nährstoffmangel durch Gabe eines entsprechenden Düngers zuvorkommen.

"Bodenaktivator"

Überhaupt sei ein regelmäßiges Düngen der Rosen erforderlich, damit sie sich prächtig entwickeln und eine reiche Blüte bringen, so der Fachberater. Ferner riet er, einen speziellen „Bodenaktivator“ auszubringen, der unter anderem die Bodenstruktur sowie die Lebensbedingungen der nützlichen Bodenorganismen verbessern soll.

„Um Spaß an Rosen zu haben, ist es ganz wichtig, die richtigen Sorten auszuwählen“, führte Georg Hagen von der Rosenbaumschule Caroline Fechner in Krankenhagen weiter aus. Dabei sei die Auswahl sehr groß. Denn von den derzeit rund 40000 bekannten Rosensorten seien weltweit immerhin ungefähr 8000 im Handel, von denen wiederum 3500 in Deutschland erhältlich seien.

Ein Kriterium, an dem man sich beim Rosenkauf orientieren kann, ist dabei das Siegel des Arbeitskreises „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung“ (ADR), mit dem Rosensorten ausgezeichnet werden, die genetisch bedingt besonders widerstandsfähig gegen Blattkrankheiten sind. In diesem Kontext wies der Referent jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es auch viele Rosensorten meist kleiner Züchter gibt, die kein ADR-Siegel tragen, aber dennoch eine hohe Widerstandskraft gegenüber Pilzerkrankungen haben.

Befall durch Schadinsekten

Gleichwohl: „Wer Rosen hat, kennt auch die häufigsten Rosenkrankheiten“, räumte Hagen ein. Exemplarisch beschrieb er den Sternrußtau und den Rosenrost. Ferner erwähnte er den Befall durch Schadinsekten wie den Rosentriebbohrer und die Rosenblattwespe. Ersteres Problem könne man oftmals durch biologische Pflanzenschutzmittel bekämpfen. Bei den tierischen Schädlingen sei indes die Gartenschere das „Allheilmittel“, indem man alle befallenen Triebe wegschneidet und dann in der Mülltonne entsorgt.

Darüber hinaus empfahl er, jetzt im Frühjahr noch an den Rosen vorhandenes altes Laub zu entfernen, um auch dadurch das Risiko von Pilzerkrankungen zu minimieren. Denn: „Sie haben kein Laub an ihren Rosen, das völlig pilzfrei ist.“

Seinen Vortrag komplettierte Hagen schließlich noch durch Tipps zum richtigen Einpflanzen von Zierrosen und eine kleine theoretische Einführung in den Schnitt von Rosen. Und zwar unterschieden nach Edelrosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Beetrosen und Bodendeckerrosen. Als besten Zeitpunkt, um Rosen zu schneiden, nannte er „die Zeit, wenn die Forsythien blühen“.  wk

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