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Wenn nachts in Bückeburg 600 Bürger lächeln

Bückeburg / "Lange Nacht" Wenn nachts in Bückeburg 600 Bürger lächeln

Wo gibt’s heute sonst noch so viel für so wenig? Sage und schreibe 64 Mal Kunst und Kultur für einmalige fünf Euro im Angebot – und auf dem Fußweg zu den 32 Spielstätten aus den Wolken endlich mal kein einziger Wassertropfen: klar, dass die „Lange Nacht“, die am Freitag (9. September) die Straßen der Innenstadt für sechs Stunden in einen Laufsteg und die Geschäfte in eine Bühne verwandelte, den Passanten so manches verzückte Lächeln ins Gesicht zauberte.

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Fetzige Choreographien in Ballett, Swing und Modern Jazz zeigen die Eleven der Ballettschule Voges. © tol

Bückeburg (tw). Von 600 dieser Kulturgänger weiß man sogar ganz sicher, dass sie zumindest geschmunzelt haben. Die nämlich hat Poet und P.E.N.-Mitglied Oswald Cott (80) mit einem selbst getexteten Zettel-Gedicht aus seinem Weidenkorb beglückt – für den Preis eines Lächelns. Seit 30 Jahren macht er das bereits auf der Frankfurter Buchmesse „um die Kraft der Poesie unter Beweis zu stellen“, wie der Braunschweiger sagt. Auch in Bückeburg vermochte die Muse die Mundwinkel der Menschen zu heben.

Zu Hunderten waren sie bereits zum Auftakt am Marktplatzbrunnen präsent, wo Reiner Brombach die Lange Nacht der Kurzweil und Kultur zwischen zwei Darbietungen der Ballettschule Voges um 18.10 Uhr eröffnete. Auch der Bürgermeister hatte gut lachen – er feierte gestern 61. Geburtstag. „Ich danke all den Menschen, die hier und heute ohne Gage auftreten und manchmal – wie unsere Freunde aus Nieuwerkerk und Sable – von weit her angereist sind“, so Brombach. Sein Dank galt aber auch den Sponsoren, ohne deren Zutun sich die Ex-Residenz mit diesem Glanzlicht nicht hätte schmücken können.

Als Brombach zum Mikrofon griff, krümmte sich einen Steinwurf entfernt vor dem Tresen der Touristinfo noch immer eine Menschenschlange: Kulturbegeisterte, die eines der Eintrittsbändchen und damit die Fahrkarte in die Nacht wollten. „Mehr als 450 verkauft“, meldete eine Mitarbeiterin zu diesem Zeitpunkt – und da waren alle die Bändchen, die im Straßenverkauf veräußert wurden, noch gar nicht mit eingerechnet.

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