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Wer kocht künftig für die Schulen?

Ausschuss diskutiert Verpflegung Wer kocht künftig für die Schulen?

Seit Mitte 2016 ruht das Thema Verpflegung in Bückeburger Grundschulen, weil sich angesichts der damals bevorstehenden Kommunalwahl keiner mehr richtig kümmern wollte. Der neue Rat in Person des Schulausschusses nimmt sich jetzt des Themas wieder an, wie auf der jüngsten Sitzung diskutiert wurde.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Bückeburg. Der Arbeitskreis wird in neuer Besetzung aktiv. Allein in den vier Grundschulen in Bückeburg, wo die Stadt Schulträger ist, werden jährlich rund 44.000 Essen im Rahmen der Ganztagsbetreuung an die Schüler ausgegeben, die dafür angemeldet sind. Nicht eingerechnet sind die Essen, die in Kindergärten und Krippen gekocht und an die Kinder ausgegeben werden.

Da gilt es, Qualitätsstandards zu definieren und zu gewährleisten: Sollen grundsätzlich nur Bioprodukte verwendet werden? Wird nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gekocht? Kocht ein Caterer oder mehrere? Oder macht es die Stadt künftig in Eigenregie, in dem in der neuen Krippe in der ehemaligen Blindow-Schule an der Hinüberstraße eine Küche eingerichtet wird? Alles Fragen, die der Arbeitskreis in den kommenden Wochen klären will.

Belieferung für vier Schulen zusammenfassen

Wie Fachgebietsleiter Christian Schütte von der Stadtverwaltung erläuterte, hat sich die Stadt als Schulträger um die Bereitstellung der Schulverpflegung und der dazu notwendigen Logistik zu kümmern. 2015 ist damit im Arbeitskreis angefangen worden. Die Empfehlung lautete: die Belieferung an die vier Schulen zusammenzufassen, einheitlich zu beliefern und einen Rahmenplan und Rahmenvertrag mit einem Caterer abzuschließen.

Eine Elternbefragung über den Stadtelternrat ergab nach Angaben Schüttes, dass Eltern bereit sind, bis zu drei Euro für die Mahlzeit ihrer Sprösslinge zu bezahlen. Mit dem Betrag von 1,50 Euro, den die Stadt pro Essen hinzugibt, stünden 4,50 Euro täglich pro Schüler für ein Essen zur Verfügung. Schlussendlich wurden diese Ergebnisse im Entwurf einer Ausschreibung festgehalten. Nur: Die wurde wegen der Kommunalwahl nicht weiter verfolgt.

Das soll jetzt der neue Arbeitskreis voranbringen. Sollten wir neue Ziele formulieren, fragte der Ausschussvorsitzende Andreas Paul Schöniger (WIR für Bückeburg). Seine Fraktion hatte seinerzeit vorgeschlagen, die Schulessen im Ratskeller kochen zu lassen, um den Pächtern ein zusätzliches Standbein zu geben.

Erst nach der Kostenkalkulation entscheiden

Wie Ratsherr Wolfhard Müller (SPD) sagte, sei das Thema in der Mehrheitsgruppe besprochen worden. Sollte die Stadt die Schulessen in Eigenregie betreiben, habe sie von der Qualität bis zum Personal alles in einer Hand und könne Regie führen. Beim Studium der Zahlen sei ihm aufgefallen, dass Caterer mit höheren Transportkosten als für das Essen kalkulieren müssten. Seine Gruppenkollegin Sandra Schauer (SPD) forderte in diesem Zusammenhang Kostenschätzungen für Personal, Ausstattung und Logistik seitens der Verwaltung ein. Erst dann könne entschieden werden. Ob die Stadt die Schulverpflegung überhaupt in Eigenregie machen kann, ist nach Angaben von Schütte fraglich, da die Mehrwertsteuerpflicht geklärt werden müsse.

Derzeit werden die Essen von externen Caterern samt des notwendigen Geschirrs und Warmhalteboxen in die Schulen geliefert. Die Qualität und der Geschmack scheinen zu stimmen, wie es im Ausschuss hieß. Oder wie es der Schulleiter der Grundschule Evesen, Frank Suchland umriss, ohne Widerspruch von seinen Schulleiterkollegen zu erhalten: Essen ist und bleibt Geschmackssache. An manchen Tagen sei es nicht ganz so gut. Man müsse aber die Kirche im Dorf lassen, es komme jeder zu seinem Recht, das Essen sei „völlig okay“.  rc

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