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Wer singt, hat mehr vom Leben

Generationsübergreifend Wer singt, hat mehr vom Leben

Aus dem Gemeindehaus der katholischen St.-Marien-Gemeinde in Bückeburg sind laute Kinderstimmen zu hören. „Im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt“ schallt es aus dem Gebäude – einmal im Monat führt das generationsverbindende Singen zahlreiche Kinder und viele Erwachsene zusammen.

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Das macht Spaß: Kinder und Erwachsene beim Singen im Gemeindehaus.

Quelle: mig

Bückeburg (mig). Die Kinder des Kindergartens der St.-Marien-Gemeinde freuen sich schon seit Tagen auf diese Veranstaltung. „Sie sind immer richtig aufgeregt“, verrät die Leiterin der Einrichtung, Andrea Meyer. Das gemeinsame Singen mache den Kleinen viel Spaß. Spaß haben an diesem Morgen auch die Erwachsenen, die gemeinsam mit den Mädchen und Jungen einen großen Chor bilden. Unter der Leitung von Magdalena Koller werden viele Kinderlieder gesungen, dazu kommen Choräle oder Volkslieder, vom oben erwähnten „Im Märzen der Bauer“ bis zu „Im Frühtau zu Berge“. Turbulent wird es bei den Mitmach-Songs, die zur gemeinsamen „Früh-Gymnastik“ einladen. Den Kuckuck machen oder eine Polonaise bilden – all das macht den Teilnehmern sichtlich Spaß. Das sei es auch, was beim Generationssingen im Mittelpunkt stehe, gibt Meyer zu verstehen. „Es geht um das gemeinsame Tun, das gemeinsame Singen.“ Sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder würden dabei etwas von dem anderen lernen, etwa in Sachen Liedgut.

 Dass der Kindergarten der St.-Marien-Gemeinde in Sachen „musikalische Früherziehung“ auf einem sehr guten Weg ist, bestätigt Marcela Jatzlau vom Niedersächsischen Chorverband. In diesem Kindergarten werde sehr viel gesungen, was heutzutage nicht mehr selbstverständlich sei. Eine Entwicklung die Jatzlau sehr bedauert, denn: „Die musikalische Früherziehung und das gemeinsame Singen sind für die Entwicklung eines Kindes sehr wichtig.“ Sie habe beobachtet, dass in Kindergärten, in denen viel gesungen wird, die Entwicklung der Kinder besser verlaufe und das Sozialverhalten gefördert werde. „Singen schafft Gemeinsamkeit“, ist Jatzlau überzeugt. Und: „Jedes Kind will singen, dafür muss man gar nicht viel tun.“

 Die gute Arbeit des Kindergartens soll jetzt durch die „Caruso“-Zertifizierung dokumentiert werden, die der Deutsche Chorverband für kindgerechtes Singen vergibt. Verliehen wird die „Qualitätsmarke“ bei den Niedersächsischen Chortagen vom 17. bis 19. Juli in Bückeburg. „Darauf freuen sich die Kinder schon sehr“, so Meyer.

 Das „Caruso“-Siegel ist eine Zertifizierung, die für drei Jahre vergeben wird und als Emailleschild gut sichtbar am Eingang hängt. Laut der „Caruso“-Fachberaterin Jatzlau soll Singen wieder ein selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit in der Kita werden.

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