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Westbindung beschert Bückeburg die Stars

Bückeburg / VfL Westbindung beschert Bückeburg die Stars

Ein umfangreiches Besuchs- und Jubiläumsprogramm haben knapp 20 Angehörige der SG Neukölln in Bückeburg absolviert. Zu feiern gab es das 50-jährige Bestehen der Freundschaft zwischen den Schwimmern des VfL Bückeburg und denen aus Berlin.

Von Johannes Pietsch. Eigentlich hätte dieser runde Geburtstag bereits im vergangenen Sommer angestanden, da die Kontakte der Schwimmsportler aus der Ex-Residenz und der Bundeshauptstadt bereits im Jahr 1962 ihren Anfang genommen hatten. Aus terminlichen Gründen hatte man den Jubiläumsbesuch aber um ein Jahr verschoben und dann auch ganz bewusst in den Herbst und damit weitab der Wettkampfsaison gelegt.

Als die schwimmerischen Beziehungen zwischen Bückeburg und Berlin begannen, bestanden beide Vereine noch nicht in der Form wie heute. Auf Berliner Seite standen in den sechziger Jahren die Freien Schwimmer Neukölln, die damals wie viele andere Sportvereine West-Berlins Kontakte zu Vereinen im Westen suchten, um sportliche Beziehungen zwischen West-Berlin und dem damaligen West-Deutschland zu etablieren.

 Erst 1997 fusionierten die Freien Schwimmer dann mit zwei weiteren Vereinen zur SG Neukölln und damit zu einem Verein, der heute mit so berühmten Namen aus dem Schwimmsport wie Franziska van Almsick und Britta Steffen verbunden ist. Und nicht wenige der bekannten Neuköllner Schwimm-Größen wie zum Beispiel EM-Bronzemedaillengewinner Oliver Wenzel, WM-Silbermedaillengewinnerin Daniela Samulski und Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Cathleen Rund gaben sich bereits bei Schwimm-Wettkämpfen in Bückeburg die Ehre. Schon seit Jahren stellt die SG Neukölln jeden Sommer das kopf- und zumeist auch leistungsstärkste Team beim Bergbad-Pokal-Schwimmfest in Bückeburg, wobei sich die Berliner Schwimmer im Kampf um den Pokal für den besten Verein ein ewiges Duell mit Van Vliet Barracuda aus Bückeburgs Partnerstadt Nieuwerkerk liefern.

 „Wir haben den Termin für diesen Besuch gezielt so gelegt, dass wir uns einmal außerhalb der Wettkampfsaison treffen, da viele unserer Berliner Freunde schon oft in Bückeburg waren, aber noch nie weiter als bis zur Stadtkirche gekommen sind“, erläuterte Ralph Seele, stellvertretender Vorsitzender der Schwimmabteilung des VfL und der Startgemeinschaft Schwimmen Bückeburg. Diesmal kamen die Berliner Gäste, darunter nicht nur Aktive, sondern auch viele Betreuer, Trainer und Helfer, die sich seit Jahren für den Schwimmsport bei der SG Neukölln engagieren, nicht nur bis zur Stadtkirche, sondern auch bis in den historischen Sitzungssaal des Bückeburger Rathauses, wo sie offiziell von Bürgermeister Reiner Brombach empfangen wurden.

 Große Augen gab es bei den Besuchern während eines Grillabends im Bergbad, als sie ihre über Jahre lieb gewonnene Wettkampfstätte erstmalig ohne die vielen Zelte des Bergbad-Pokal-Schwimmfests und zudem ohne den inzwischen abgerissenen alten Umkleidetrakt erlebten. Anschließend begaben sich Gäste und Gastgeber zusammen mit Nachtwächter Dietmar Ostermeister auf die Spuren des historischen Bückeburg.

 Am zweiten Tag stand eine Führung durch das Bückeburger Schloss auf dem Programm, die den Besuchern einige höchst interessante Blicke hinter die Kulissen des Adelsdomizils gewährte.

Der offizielle Abschluss wurde dann in der „Alten Schlossküche“ gefeiert, wo Roland Rosenthal, Vorsitzender der Bückeburger Schwimmer, und dessen Stellvertreter Ralph Seele vom Präsidenten der SG Neukölln Michael Steinke einen Ehrenwimpel und einen Berliner Erinnerungsbären überreicht bekamen.

 Seele erinnerte in seiner Ansprache an den 2003 verstorbenen Neuköllner Schwimmwart Dietrich Bolz, der in den neunziger Jahren für einen enormen Auftrieb der Kontakte zwischen den beiden Vereinen gesorgt hatte. In seine Fußstapfen tritt seitdem die Berlinerin Sabine Ulonska-Dwenger, die sich ebenso stark für die Freundschaft zwischen der SG Neukölln und dem VfL Bückeburg engagiert.

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