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Bückeburg Stadt Wie Wellen im Meer
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19:40 18.09.2015
Der Chor „Dobri Hristov“ aus Bulgarien überzeugt. Quelle: mig

Bückeburg/Seggebruch. Für Thomas Klein, den Vorsitzenden des Jugendchors, sind Treffen über Landesgrenzen hinweg „nötiger denn je.“ Das Treffen biete Gelegenheit, einander besser kennenzulernen.

2500 Kilometer haben die Gäste aus Bulgarien zurückgelegt, um nach Deutschland zu gelangen. Drei Tage dauerte die Busfahrt von Varna nach Bückeburg. Dort wurden die jungen Sängerinnen in Familien untergebracht. „Wofür wir den Eltern sehr dankbar sind“, so Klein in seiner Begrüßung. Auf dem Programm hätten ein Empfang beim Bürgermeister, ein Besuch im Schloss und ein Gemeinschaftsabend mit den Gastgebern gestanden.

Wie hoch das Niveau der beiden Chöre ist, zeigte sich dann beim Konzert in Seggebruch. Wunderschön und teilweise lustig – die bulgarischen Volkslieder, die die Gäste mitgebracht hatten, machten Spaß. Von Liebenden ist da die Rede, und von einem Bauern, der seine Braut abholen will. Lustige Begebenheiten werden genauso besungen wie traurig-komische. Ganz besonders wirken die Melodien durch ihre unsymmetrischen Taktarten und komplexen Rhythmen. Diese Lieder sind in Europa einzigartig – ein echter Schatz.

Der Chor „Dobri Hristov“ singt mit einer Leichtigkeit und Harmonie, von der sich andere Chöre durchaus etwas abschauen könnten. Dass die Bulgarinnen aber auch anders können, demonstrierten sie beim beschwingten „Gloria in Excelsis Deo“ und dem poppigen „Don’t be afraid“. Toll!

Noch einen drauf setzte an diesem Abend der Schaumburger Jugendchor, der ungemein intensiv und homogen klang. Wunderschön geriet beispielsweise der Song „Evening rises“ von „Outta Limits“: „Mother earth awakens me. With the heartbeat of the sea.“ Ein melodisches An- und Abschwellen der Stimmen, wie Wellen im Meer – großartig! Es folgten der Kanon „Dona nobis“ und das „Agnus dei“ aus der „Jazz-Messe“. Kurzum: ein Programm, das Lust auf mehr macht und die Klasse der Jugendchöre deutlich aufzeigte. mig