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Bückeburg Stadt Wie bei den sieben Zwergen
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Wie bei den sieben Zwergen
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00:21 31.01.2015
Bürgermeister Reiner Brombach schaut in der neuen Krippe vorbei.bus
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Bückeburg

„Gut angelegtes Geld“, wie Kita-Leiterin Iris Wilkening, Christian Schütte (in der Stadtverwaltung Fachgebietsleiter Jugend, Schulen und Sport) und Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach während der Vorstellung der Neuerung betonten.

 „Damit folgen wir dem Trend der Zeit“, erläuterte Brombach. Die gesellschaftliche Entwicklung habe dazu geführt, dass immer mehr Erziehungsberechtigte eine Betreuung im Kleinkindalter nachfragten. Im Gegensatz zu früheren Zeiten kümmerten sich heute mehr Singles um die Erziehung des Nachwuchses oder seien beide Elternteile erwerbstätig. Zudem würden die Großeltern häufig weniger in die Betreuung der Kinder eingebunden als in der Vergangenheit. „Somit wird der Ruf nach Unterstützung durch Dritte immer lauter“, führte das Stadtoberhaupt aus.

 Der Realisierung des Projekts war ein Umzug der Schulaufgabenbetreuung in das Gebäude der ehemaligen Herder-Schule vorausgegangen. Im Anschluss an umfangreiche Umbauarbeiten – Brombach: „Jetzt sieht es hier ein bisschen so aus wie bei den sieben Zwergen“ – läuft seit dem 1. Januar eine erste Eingewöhnungsphase. „Dabei bleiben die Eltern zunächst einige Zeit mit ihren Kindern und den Erzieherinnen zusammen. Danach wird diese gemeinsame Zeit kontinuierlich reduziert“, erklärte Wilkening.

 Diese Vorgehensweise führt dazu, dass gegenwärtig nur sechs Mädchen und Jungen betreut werden können. Das von 6.30 bis 17 Uhr vorgehaltene Angebot kann, abhängig von gesetzlichen Vorschriften, maximal von 15 Kindern wahrgenommen werden. Die weitere Aufnahme erfolgt nach und nach. „Es gibt bereits eine lange Warteliste“, legte die Kita-Leiterin dar.

 Wegen der großen Nachfrage und des gesetzlich geregelten Betreuungsanspruchs plant die Stadtverwaltung gegenwärtig die Errichtung eines für drei Gruppen zu je 15 Kindern ausgelegten Krippengebäudes. Mit der Fertigstellung wird für 2016 gerechnet. „Wir reagieren auf die gesellschaftlichen Entwicklungen und bleiben am Ball“, erklärte Schütte, der darauf hinwies, dass die Stadt für das aktuelle Vorhaben einen erheblichen Zuschuss aus einem von der Bundesregierung aufgelegten Förderprogramm erhalten hat. bus

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