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Bückeburg Stadt Wie es früher so war
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Wie es früher so war
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00:30 20.03.2015
 Im Museum geben sich „Fürstin Juliane“ (von links), der Naturwissenschaftler „Max Ballerstedt“ und eine „Kammerzofe“ der Fürstin ein Stelldichein. Quelle: bus
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Von Herbert Busch Bückeburg

Im Bückeburger Museum, das den mit 3500 Euro dotierten Förderpreis jetzt zum zweiten Mal erhalten hat, erläuterte Christiane Papassimos Details des von Schülerinnen und Schülern der 6. bis 9. Klasse der Oberschule unter das Motto „Personen und Persönlichkeiten“ gestellten Projekts.

 Die Museumspädagogin: „Für die Beantwortung unserer Fragen nehmen wir eingehende Recherchen vor. Dabei sind uns nicht nur Persönlichkeiten wichtig, die in der Vergangenheit das Leben in Bückeburg maßgeblich beeinflusst haben, sondern auch Personen der Gegenwart. Häufig sind es immer noch dieselben Personengruppen, die Auswirkungen auf das Leben in der Ex-Residenz hervorrufen, wie etwa die Bürgermeister und die Schlossherren.“

 Bei den Interviews folge man immer dem gleichen Muster, um die Befragungen später miteinander vergleichen zu können. Von Interesse sei für die Schüler außer der realen Entwicklung beispielsweise auch, was aus den Wünschen der einzelnen Personen geworden ist. Für die Fragesteller sei es spannend zu erfahren, wohin manch Lebensweg geführt hat. Zudem spiele die Identifikation mit der Stadt eine wichtige Rolle.

 Das Projekt ist den Angaben von Papassimos derzeit erst etwa zur Hälfte realisiert. „Wir haben noch viel vor“, betont die Diplompädagogin. So soll, gegenüberstellend zu dem mit Stadtkirchenpastor Rainer Diekmann geführten Interview, ein Imam befragt werden. „Und auch Johann Gottfried Herder ist uns mit seinen Ansichten und Lebenseinblicken noch nicht über den Weg gelaufen.“

 Im Museum waren im Anschluss an die im neuen Ratssaal gefeierte Preisübergabe mehrere Auszüge aus bislang geführten Befragungen – unter anderem mit Bürgermeister Reiner Brombach und Schlossherr Alexander zu Schaumburg-Lippe – zu hören, und etliche Bückeburger „Berühmtheiten“ in Augenschein zu nehmen. So stand beispielsweise der Medicus Dr. Bernhard Christoph Faust den Interessierten Rede und Antwort.

 Die Ergebnisse von „Personen und Persönlichkeiten“ werden Ausführungen von Museumsleiterin Anke Twachtmann-Schlichter entsprechend später in einer Medienstation dauerhaft im Museum ausgestellt. bus

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