Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Wieder kracht es auf der Obertorstraße

Unfall Wieder kracht es auf der Obertorstraße

Wieder einmal hat es auf der Kreuzung von Obertor- und Scheier Straße gekracht. Am Montagabend – nach Abschaltung der Ampelanlage – übersah eine Autofahrerin die Vorfahrt eines auf der Obertorstraße fahrenden Fahrzeuges. Beide Autos stießen zusammen, die Fahrer blieben unverletzt.

Voriger Artikel
Kennzeichen gestohlen
Nächster Artikel
Ziel ist eine höhere Geschwindigkeit

Ein nicht mehr fahrbereites Auto und ein Wagen, aus dem Betriebsstoffe auslaufen: Das ist die Bilanz eines erneuten Unfalls auf der Kreuzung Obertorstraße/Scheier Straße.

Quelle: PR.

Bückeburg.  In den vergangenen Jahren ist es wiederholt zu Unfällen an dieser Kreuzung gekommen. Seit 2012 wurden mehr als ein Dutzend Unfälle an dieser Kreuzung registriert, mehr als 50 Prozent nach 20 Uhr, wenn die Stadt aus Spar- und Umweltgründen die Ampeln bis morgens 6 Uhr abschaltet – wie übrigens alle anderen Ampeln im Stadtgebiet auch.

 Noch „markanter“ waren die Unfallzahlen an der Straßenkreuzung Maschstraße/Pulverstraße und Bahnhofstraße, an der nachts ebenfalls die Ampeln ausgeschaltet werden. Allein aus dem Jahr 2014 sind bei der Polizei sechs unmittelbar im Kreuzungsbereich verursachte Verkehrsunfälle bekannt, von denen vier nach 20 Uhr passierten. Ein Unfall endete tödlich.

 Im Juli des vergangenen Jahres hatte sich unter anderem die Senioren-Union angesichts der Unfallzahlen dafür eingesetzt, dass die Stadt die Ampeln nachts wieder einschaltet. Der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Bückeburg, Arno Hansing, hatte seinerzeit während eines Ortstermins auf die nächste routinemäßige Zusammenkunft der Verkehrsunfallkommission der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg im Frühsommer 2016 verwiesen, auf der das Thema besprochen werden sollte.

 Wie der Pressesprecher des Polizeikommissariats Bückeburg, Matthias Auer, auf Nachfrage zu der Sitzung der Verkehrsunfallkommission mitteilte, ist das Thema Unfälle an Kreuzungen mit Nachtabschaltung dort eingehend erörtert worden, nicht nur die Kreuzung von Obertorstraße und Scheier Straße, sondern auch der zweite Unfallschwerpunkt. Und Auer lieferte neue Zahlen: Allein 2016 sind an den beiden Kreuzungen sieben Unfälle von der Polizei aufgenommen worden, sechs davon in der Nachtabschaltung der Ampeln. Auer: „Diese Zahl spricht für sich.“

 Angesicht dieser Zahlen habe die Unfallkommission die Empfehlung an die Stadt ausgesprochen, die Nachtabschaltung später beginnen zu lassen, etwa um Mitternacht, oder aber ganz auf die Nachtabschaltung zu verzichten. Diese Empfehlung sei bisher nur telefonisch erfolgt, werde aber schriftlich nachgereicht. Wie Auer erklärte, ist die Polizei in dieser Sache keine anordnende Behörde. Dies könne nur der Baulastträger entscheiden, also die Stadt.

 Wie Bürgermeister Reiner Brombach mitteilte, wird die Stadt die Empfehlung der Unfallkommission „sehr ernst nehmen und umsetzen“. Bisher liege der Verwaltung aber nichts Schriftliches seitens der Unfallkommission vor.

 Es seien aber vor geraumer Zeit bereits Gespräche mit der Polizei geführt worden, um neue Regelungen zu treffen, so Brombach. Dabei sei man übereingekommen, die Ausschaltung der Ampeln an den beiden Kreuzungen erst um 22 Uhr beginnen zu lassen. Die technische Umsetzung mit der Neuschaltung der Ampeln sei bereits bei der beauftragten Wartungsfirma veranlasst.

 Bisher sei seitens der Stadt die Auffassung vertreten worden, dass die Ampel-Blinklichter der nicht Vorfahrt berechtigten Straßen ausreichend seien, um Verkehrsteilnehmer zu warnen, so Brombach. Zudem würden der Lärm und Schadstoffaustausch von unnötig warteten Fahrzeugen vor roten Ampeln in verkehrsarmen Zeiten vermindert.

  Der Unfall: Nach Angaben der Polizei wollte gegen 22.30 Uhr eine 19-jährige Bad Eilserin mit ihrem Wagen aus der Scheier Straße nach links in Richtung Hannoversche Straße abbiegen. Dabei übersah sie einen vorfahrtsberechtigten, von rechts kommenden Wagen eines 20-jährigen Bückeburgers, der ebenfalls in Richtung Hannoverstraße fuhr. Beide Fahrzeuge stießen im Kreuzungsbereich zusammen. Das Fahrzeug der Bad Eilserin war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Aus dem anderen liefen Betriebsstoffe aus, die von der alarmierten Feuerwehr Bückeburg-Stadt abgestreut wurden.

Von Raimund Cremers

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr