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Wiederentdeckte Werke

Künstler-Ehepaar stellt in Bückeburg aus Wiederentdeckte Werke

Auch im Museum Bückeburg wird am Sonntag, 22. Mai, wieder der Internationale Museumstag gefeiert. Dazu laden die Verantwortlichen alle Interessierten herzlich ein. Erneut gibt es ein besonderes Programm.

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Besucher schauen sich ein Gemälde von Heiner Everding an.

Quelle: mig

Von 15 Uhr an wird eine Führung durch die Ausstellung „Das Künstlerehepaar Heine-Everding“ mit Gisela Heidemeyer (Freundin des Ehepaares) und Museumschefin Anke Twachtmann-Schlichter angeboten. Ab 16 Uhr unterhalten die Schüler der Musik-AG der Oberschule mit Popsongs. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. Für das leibliche Wohl gibt es Kaffee und Kuchen.

 „Frei soll sie sich erheben“: Mit der Ausstellung des Künstler-Ehepaares hat das Museum Bückeburg einen Schatz gehoben, der langsam in Vergessenheit zu geraten schien. In zwei Räumen wird das Werk von Heiner Everding und Gisela Heine gezeigt – das Künstler-Ehepaar war in der Nachkriegszeit auch in Bückeburg und Stadthagen aktiv gewesen. Ihre Namen sind nur wenig bekannt. Was sicher auch daran liegt, dass die beiden den Kunstbetrieb eher gemieden haben. Trotzdem ist es erstaunlich, dass ihr Werk vier Jahre nach dem Tod von Heine und elf Jahre nach dem von Everding quasi „wiederentdeckt“ werden musste. Woran es liegen könnte, dass Heine-Everdings so wenig bekannt sind, war einer Ansprache von Heidemeyer, die Verwalterin des künstlerischen Nachlasses, bei der Eröffnung der Ausstellung zu entnehmen. Sie berichtete davon, dass die beiden gesellschaftlich sehr zurückgezogen gearbeitet hätten und lieber für sich geblieben seien.

 Diese Selbstbezogenheit findet sich auch in den Werken der beiden. Dank der Gegenüberstellung in zwei benachbarten Räumen lassen sich immer wieder Zitate finden, Motive, die der Eine vom Anderen aufgenommen hat. Die Ausstellung ist so mehr als nur eine Schau der Werke zweier Künstler – sie zeigt auch, wie sich Künstler gegenseitig befruchten können, wie das Schaffen übergreift von einem zum anderen. Was nicht heißt, dass die beiden nicht ganz eigene Ansätze und Themen verfolgen, der eine mehr Wert auf die Form, der andere mehr auf die Farbe legt. Dennoch ist das im Museum Bückeburg gezeigte Œuvre auch ein Gesamtkunstwerk – das Dokument eines gemeinsamen Schaffens, des Lebens als „Künstler-Ehepaar“.

 Damit ist diese Ausstellung mehr als eine gewöhnliche Werkschau. Wie es überhaupt zu dieser Schau gekommen ist? „Das war eher ein Zufall“, sagt Oliver Glissmann: „Ich habe im Archiv eigentlich für eine andere Ausstellung recherchiert und bin dann auf den Kostenvoranschlag der Künstlerin gestoßen.“ Dieser Spur sei er nachgegangen, habe aber nur mit einigen Bildern gerechnet. „Als ich dann diesen Nachlass gefunden habe, habe ich sofort gedacht: Daraus muss man mehr machen.“  mig

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