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„Wir brauchten nicht zu hungern“

Jubiläum „Wir brauchten nicht zu hungern“

44 Konfirmationsjubilare hat die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Meinsen jetzt zu einem festlichen Abendmahls-Gottesdienst und einem anschließenden Mittagessen im Gemeindehaus begrüßt.

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 Ein Bild der Konfirmation am 17. März 1940 mit Pastor Siegfried Lessing.

Quelle: pr.

Bückeburg (jp). Sieben Jubilare feierten Goldene Konfirmation (50 Jahre), 24 freute sich über ihre Diamantene Konfirmation. Die Eiserne Konfirmation nach 65 Jahren stand für elf Jubilare der Kirchengemeinde in diesem Jahr an, und zwei Damen zelebrierten die seltene Kronjuwelen-Konfirmation nach 75 Jahren.

 Noch gut erinnern kann sich Wilhelmine Breier an Pastor Siegfried Lessing und an ihre Konfirmation am 17. März 1940. Seit einem halben Jahr stand Deutschland im Krieg mit Polen und den West-Alliierten, doch im ländlichen Meinsen war davon noch nicht allzu viel zu spüren. Erst in den späteren Jahren gab es auch dort Bombeneinschläge, „viele davon im Achumer Feld“, wie sich Wilhelmine Breier erinnert. Eine Bombe traf gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auch ein Gartengrundstück an der Warberschen Straße. Dort befindet sich heute die Volksbank. „Und Fliegeralarm hatten wir immer.“ Nachdem sie 80 Jahre in Warber wohnte, lebt die rüstige Jubilarin heute in einer Bückeburger Seniorenresidenz.

 Noch beeindruckender ist das Erinnerungsvermögen von Wilhelmine Koch: Die ebenfalls 89-jährige Kronjuwelen-Jubilarin stammt gebürtig aus Rusbend und zog 1948 nach ihrer Heirat nach Hespe, wo sie bis heute lebt. Sie erinnert sich nicht nur genauestens an den Tag ihrer Konfirmation am 17. März 1940, sie kann auch alle 20 Mitkonfirmanden noch namentlich aufzählen, weiß auch noch genau, welche von ihnen wann im Zweiten Weltkrieg fielen.

 Ein netter Mann sei der Pastor Lessing gewesen, erinnert sich die Jubilarin, die noch wie selbstverständlich Auto fährt und ihren Gemüsegarten bestellt. „Ich mochte ihn sehr gern.“ Auch an die ersten Auswirkungen des seit einem halben Jahr herrschenden Kriegs kann sie sich genauestens entsinnen: „Wir bekamen Lebensmittelmarken, und man musste sehen, woher man Kleidung bekam. Aber wir hatten Landwirtschaft und brauchten daher nicht zu hungern.“

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