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„Wir haben Angst“

Aktion für Verkehrssicherheit „Wir haben Angst“

Auf die Verkehrssituation an der Bergdorfer Straße in Bückeburg hat die Kita „Arche Noah“ mit einer Aktion aufmerksam gemacht. Kontaktbeamtin Swintha Burmester vom Polizeikommissariat Bückeburg stoppte Autos, und die Kinder überreichten selbst gemalte Bilder.

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Vor dem Aus

Die Kinder überreichen selbst gemalte Bilder an die Fahrer.

Quelle: mig

Bückeburg. Ein schwarzer Streifen, der alles einhüllt, dazwischen eine Kolonne Autos, Kinder. So sieht die kleine Alica Anders den Weg, den sie jeden Morgen zurücklegen muss. Rund 100 Meter, vom Auto ihrer Eltern bis zum Tor der Kita. Keine lange Strecke, sollte man meinen, doch für die kleine Alica ist es augenscheinlich ein Problem. Kein Wunder: Der Verkehr ist seit der Gründung der Kita um ein Vielfaches gestiegen, wie Leiterin Ulrike Sülflow beobachtet hat. „Das liegt hauptsächlich daran, dass hier neue Baugebiete ausgewiesen worden sind und die Fürst-Ernst-Straße verbaut worden ist.“ Damit habe sich ein Teil des Verkehrs der Fürst-Ernst-Straße auf die Bergdorfer Straße verlagert. An das eigentlich vorgeschriebene Tempo 30 hielten sich auch nur wenige.

Besonders gefährlich wird es regelmäßig zu den Stoßzeiten, wenn morgens die Menschen zu ihrer Arbeit fahren und die Eltern ihre Kinder zur Kita bringen. „Dann ist hier die Hölle los“, bringt es der Vorsitzende des Fördervereins „Weiße Taube“, Sebastian Geisler, auf den Punkt. Teilweise sei schon beobachtet worden, wie eine ganze Reihe von Autofahrern über den Bürgersteig fahren – wegen der zugeparkten Straße. Für die Kinder sei das natürlich eine hochgefährliche Situation.

Raum zwischen Mauer und parkenden Autos als Schutz lassen

Es gebe einfach zu wenige Parkplätze, sind sich alle einig. Um die Situation wenigstens kurzfristig zu entschärfen, haben Kita und Förderverein die Eltern gebeten, einen Zwischenraum zwischen Mauer und parkenden Autos zu lassen: „So haben die Kinder wenigstens da einen geschützten Weg.“ Eine langfristige Lösung könne das aber nicht sein.

Wie so eine langfristige Lösung aussehen könnte, ist noch nicht im Detail besprochen. Vorstellen könnte sich Geisler, dass die – ohnehin schon bestehende – Tempo-30-Zone des Falkingsviertels auf einen Teil der Bergdorfer Straße ausgeweitet wird. Ein anders Mittel sieht der Förderverein in einem Schild, dass Messtechnik enthält und bei einem zu hohen Tempo ein „böses Gesicht“ macht.

Eltern wollen endlich eine Lösung

Aus diesem Grund habe man sich schon vor rund eineinhalb Jahren an die Stadt gewandt, mit der Bitte, hier tätig zu werden. „Man hat uns gesagt, dass das hier kein Unfallschwerpunkt ist. Wir wollen aber nicht so lange warten, bis hier etwas passiert“, meint Geisler kopfschüttelnd. Das Geld, etwa für ein Mess-Schild, stelle der Förderverein gern zur Verfügung. „Daran soll es nicht scheitern“, so Geisler. Die Eltern seien stocksauer und wollten endlich eine Lösung. Dass polizeiliche Maßnahmen allein nicht helfen können, darauf machte Kontaktbeamtin Buhrmester aufmerksam. Leider sei der Tempo-30-Bereich vor der Kita zu kurz, um mit einer Radarpistole tätig werden zu können, sagte sie. „Wenn die Zone größer wäre, wäre das aber kein Problem.“ Sie selbst habe beobachten können, dass das Verkehrsaufkommen an der Kita stark angestiegen sei.

Gemeinsam mit Buhrmester ging es dann an die Bergdorfer Straße. Die Kinder hatten selbst gemalte Bilder mitgebracht, auf denen zu sehen war, wie sie unter dem hohen Verkehrsaufkommen zu leiden haben. Die Autofahrer wurden gebeten sich an das Tempo-Limit zu halten und dort besonders vorsichtig zu fahren. Dann übergab jeweils eines der Kinder ein Bild an den oder die Fahrerin.

Sülflow zeigte sich sehr zufrieden mit der Aktion. „Wir wollen die Fahrer darauf aufmerksam, dass hier schwache, wehrlose Kinder die Straße überqueren müssen“, sagte sie. „Ob sie aber in zwei, drei Tagen noch daran denken, das ist eine andere Frage.“ mig

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