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„Wir haben ja keine Alternative!“

Ärger über Parkgebühren „Wir haben ja keine Alternative!“

Die auf der „Park + Ride“-Anlage am Bückeburger Bahnhof geltenden Parkgebühren sind Susann Röwer nach wie vor ein Dorn im Auge. Bereits vor etwas mehr als einem Jahr hatte die Borstelerin ihrem Ärger in einem Leserbrief Luft gemacht, als der Rat der Stadt Bückeburg beschlossen hatte, die Parkgebühr zum 1. April 2016 anzuheben, und zwar von 100 Euro pro Jahr auf 200 Euro.

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Die Anhebung der Parkgebühren auf der „Park + Ride“-Anlage am Bahnhof erregt offenbar immer noch einige Gemüter.

Quelle: wk

Bückeburg. Nachdem sie vor Kurzem in einem Bericht unserer Zeitung gelesen hatte, dass der Landkreis Schaumburg bemüht ist, den für Zugfahrten im Großraum Hannover geltenden GVH-Tarif auf Bückeburg auszuweiten, kochte ihr Unmut erneut auf. „Wie ist das möglich? Wieso die Fahrkarten günstiger machen wollen und dafür von den Pendlern (die, die Kaufkraft in Bückeburg lassen und hier im Landkreis wohnen) mehr Gebühren nehmen?“ schimpft sie nun erneut in einem Schreiben an unsere Zeitung.

"Wir sind drauf angewiesen"

Bei einem daraufhin mit ihr geführten Gespräch ergänzt sie, dass viele andere Pendler, die regelmäßig von Bückeburg mit dem Zug zur Arbeit nach Hannover fahren, ebenfalls verärgert seien. Denn: „Wir haben ja keine Alternative, wir sind ja darauf angewiesen“, erklärt Röwer. Woanders könne man die Autos ja nicht parken. „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, kommentiert Christian Schütte, Fachgebietsleiter Bürgerservice bei der Stadt Bückeburg, den von Susann Röwer gemachten Verweis auf die laufenden Verhandlungen des Landkreises Schaumburg in Sachen GVH-Tarif. Und über die Gründe für die schon im Dezember 2015 vom Stadtrat beschlossene Erhöhung der Parkgebühren habe man die Öffentlichkeit seitens der Stadtverwaltung seinerzeit bereits ausführlich informiert. So müsse die „Park + Ride“-Anlage ja auch unterhalten und gepflegt werden, wobei man diesbezüglich selbst mit steigenden Kosten konfrontiert sei.

Ein Euro pro Arbeitstag

Zwar habe die Stadt Bückeburg die Parkgebühren deshalb zum 1. April 2016 erhöht, vor dieser Anpassung seien diese aber seit Inbetriebnahme der „Park + Ride“-Anlage im Jahr 2002 stets konstant geblieben. Und trotz der beklagten Preiserhöhung seien die Parkgebühren „weiterhin moderat und angemessen“. Denn pro Arbeitstag koste den Pendlern das Parken ihrer Autos gerade mal rund einen Euro. Dies sei nur ein Bruchteil dessen, was die Pendler für ihre Bahnfahrten zu bezahlen haben.

Diejenigen, denen dies dennoch zu teuer ist, haben laut Schütte übrigens die Möglichkeit, ihre Autos kostenlos auf dem Neumarktparkplatz oder auf einem der an der Friedrich-Bach-Straße vorhandenen Parkflächen abzustellen. Von dort aus sei der Bückeburger Bahnhof jeweils in nur fünf Minuten Gehzeit bequem zu erreichen.

Und um das Thema noch weiter zu entschärfen, versichert Schütte, dass derzeit „keine weitere Erhöhung der Parkgebühren vonseiten der Stadt geplant“ sei. Er gehe davon aus, dass die aktuellen Gebühren für einige Jahre Bestand haben.

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