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„Wir sind verliebt!“

Bückeburger Jäger brillieren im Rathaussaal „Wir sind verliebt!“

Amore, amore, amore – beim 41. Jahreskonzert des Blasorchesters „Bückeburger Jäger“ hat Liebe in der Luft gelegen.

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Das Blasorchester Bückeburger Jäger unter der Leitung von Sven Schnee – auch beim 41. Mal so gut wie immer.

Quelle: mig

BÜCKEBURG. Von Beginn an funkte es zwischen dem Ensemble und seinem treuen Publikum. Moderator Dirk Hasse war begeistert: „Wir freuen uns alle, dass wir wieder zu Hause in unserer guten Stube sein dürfen – Sie sind einfach klasse.“

 Konzerte und Beziehungen haben einiges gemeinsam. Es gibt ein Wechselspiel aus Geben und Nehmen: die einen spielen, die anderen klatschen. Wer diesen Vergleich weiterverfolgt, wird die Beziehung zwischen dem Blasorchester Bückeburger Jäger und seinem Publikum wohl als eine eheähnliche beschreiben müssen. 41 Konzerte in 40 Jahren haben die Musiker gegeben –alle im Rathaussaal. Auch nach so einem langen Zeitraum schafften sie es, ein facettenreiches und abwechslungsreiches Konzert zu geben. Auf diesem hohen Niveau, ein ständig wechselndes Programm einzuüben – das können nur die Flaggschiffe der Blasmusik, dafür ist ständiges Üben und Proben die Voraussetzung.

 Das Konzert selbst begann allerdings mit einer eher traurigen Note. Dieter Bradt, der lange Jahre die Klarinette spielte, ist verstorben, sein Platz leer. „Wir wollen das Konzert deshalb unserem Dieter widmen“, gab Moderator Dirk Hasse zu verstehen. Hierfür hatten die Musiker den Evergreen „Alte Kameraden“ ausgesucht.

 Richtig los ging es dann mit dem „Montana-Marsch“, der selbst Hörgeräte-Trägern die Ohren frei pustete. Das Konzert entwickelte sich zu einem echten Energielieferant für den bevorstehenden Frühlingsanfang. Dirigent Sven Schnee hatte ein gutes Händchen bei der Programmauswahl. Beim nächsten Stück, der „Kleinen ungarischen Rhapsodie“, zog dann ein breitwandiges Panorama am Zuhörer vorbei. Mit vielen exotischen Schnörkeln, wunderbar herausgearbeitet von den bestens aufgelegten Trompeten.

 Passend zum Frühlingsanfang folgten gleich mehrere „Liebes-Lieder“, vom eleganten „Amor, Amor, Amor“ (mit Kastagnetten und Rasseln) bis hin zu „Aletta“. „Wenn es jetzt noch nicht gefunkt hat, dann hätte ich noch eines für sie“, kündigte Dirk Hasse Marleen Wedemeier mit dem Stück „My Secret Lovesong“ an. Unterstützt vom Orchester brillierte die junge Solistin mit zart dahingetupften Tönen –was für ein Talent. Moderator Hasse brachte es nach einem nicht enden wollenden Beifall auf den Punkt: „Jetzt sind wir verliebt.“

 In einem sonst eher fremden Fach versuchten sich anschließend Dieter Bals und Ernst Weiser. Die „Schwalben vom Georgschacht“ (Hasse) sangen den „Steigermarsch – Glück auf“. Sie machten dabei eine richtig gute Figur. Nach einem Schlenker in Richtung Bigband („Musik ist Trumpf“ und „So schön ist Blasmusik“) kam schließlich das Böhmisch-Mährische zu seinem Recht. Den Anfang machte die hufstapfende „Kutschenpolka“, es folgte die fast schon artistisch anmutende „Löffel-Polka“, die „Koch“ Dirk Hentschel auf offener Bühne „zubereitet“. Das Publikum war begeistert und klatschte im Takt. Als Zugabe sangen Ernst Weiser und Dieter Bals das Lied „Dir, Schaumburg, die Treue“– und alle sangen mit. mig

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