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Bückeburg Stadt „Wir sind wie eine kleine Familie“
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00:17 23.01.2017
Michael Eichhorn aus Rusbend spendet im Hubschraubermuseum Blut. Quelle: mig
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Bückeburg

Junge Menschen interessieren sich nur für ihr Smartphone? Von wegen! An der jüngsten Blutspende im Hubschraubermuseum nahmen jedenfalls auffällig viele Mittzwanziger teil, die teils zum ersten, teils aber auch zum dritten, vierten oder fünften Mal dabei waren. Einer dieser „Jungspender“ ist Michael Eichhorn, der schon 27-mal zur Ader gelassen wurde. Der 28-Jährige stammt aus Rusbend und arbeitet im Rettungsdienst. Was ihn dazu motiviert, nach der Arbeit hierherzukommen? Eichhorn überlegt einen Augenblick: „Ich denke, dass es meine Tätigkeit im Rettungsdienst ist, durch die ich weiß, wie dringend Blut gebraucht wird.“ Es sei ihm wichtig, anderen, denen es schlechter gehe, zu helfen. „Und es gibt ja immer wieder Engpässe beim Blut.“

"Wer dazu in der Lage ist, sollte spenden"

Ähnlich argumentiert Susanne Wilharm, die immerhin schon zum fünften Mal an einer Blutspende teilnimmt. Die 21-Jährige studiert in Hannover, kommt aber trotzdem gerne zur Spende ins Hubschraubermuseum. „Das hier ist sehr zentral gelegen. Ich komme hier vorbei, wenn ich abends nach Hause gehe.“ Die letzten Male habe sie sich auf die Spende vorbereitet, diesmal sei sie ganz spontan gegangen. „Ich fühlte mich gut, also hab ich mich entschlossen zu helfen.“ Sie habe selbst einmal einen Unfall gehabt und wisse, wie wichtig Blutkonserven seien. „Ich möchte ja auch, dass mir in so einem Fall geholfen wird.“ Wer medizinisch dazu in der Lage sei, der sollte auch zur Blutspende gehen, findet die Studentin.

Verbale Streicheleinheiten hält sie für das Team des DRK Bückeburg bereit. „Hier ist es richtig toll, die Leute kümmern sich großartig um einen“, sagt Wilharm. Ein besonderes Lob hätten sich die Mitarbeiter für das Essen verdient: „So viel wie hier aufgefahren wird – das habe ich noch nicht gesehen.“

Das hört Karin Gerstenberg, die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, natürlich nur zu gerne: „Wir haben wirkliche tolle Aktive, die sich sehr engagieren“, meint auch Gerstenberg. Die Ehrenamtlichen backen den Kuchen, sie machen Salate, „wir werden immer wieder für das tolle Büfett gelobt“, berichtet die Chefin sichtlich stolz. Im DRK-Dienst stecke viel Herzblut, man sei wie eine „kleine Familie“. „Und wir haben einen treuen Stamm an Blutspendern, die immer wieder gerne zu uns kommen, auch weil sie die Atmosphäre und den persönlichen Kontakt schätzen.“

Ganz besonders freut sich Gerstenberg aber, dass auch junge Menschen den Weg zur Blutspende finden: „Die brauchen wir wegen der Altersgrenze ganz dringend, sagt sie. Das Ganze könne nur funktionieren, wenn immer wieder genug junge Spender nachrückten. mig

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