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„Wir sind wirklich in Not“

40 Kinder auf der Kita-Warteliste „Wir sind wirklich in Not“

Im Kindergarten der Immanuel-Schule und dem Waldorfkindergarten in Bückeburg werden zwei neue Kindergartengruppen mit insgesamt 24 Plätzen eingerichtet. Eine endgültige Entscheidung steht zwar noch aus, der Bedarf ist aber auf jeden Fall vorhanden. Derzeit stehen auf der Warteliste der Stadt 40 Kinder.

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Im Waldorfkindergarten an der Obertorstraße wird eine weitere Kindergartengruppe mit zehn Plätzen eingerichtet.

Quelle: rc

BÜCKEBURG.  Darunter 14 Flüchtlingskinder, deren Eltern zum 1. August einen Kindergartenplatz für ihre Sprösslinge angemeldet haben, wie Fachgebietsleiter Christian Schütte in der Sitzung des Ausschusses für Jugend und Familie erläuterte. Die jährlichen Folgekosten belaufen sich für beide Gruppen auf knapp 100000 Euro.

Bisher immer Absagen

 Der Immanuel-Kindergarten kämpft bereits seit geraumer Zeit darum, eine weitere Gruppe mit 14 Kindern einrichten zu können, und hat bereits mehrfach Anträge eingereicht (wir berichteten). Sie wurden seitens der Stadt bisher abgelehnt, da eine Kindergartengruppe aus Kostengründen 20 Plätze haben sollte. Jetzt hat die hinter der Einrichtung stehende Elterninitiative „Kinder sind Zukunft“ den Antrag modifiziert und will neben zwölf Kindergartenplätzen auch zwei Plätze für I-Kinder schaffen, also eine integrative Kindergartengruppe einrichten.

Integrationsgruppe gewünscht

 Und diese Plätze sind in den Kindergärten der Stadt ein rares Gut, wie in der Sitzung deutlich wurde. Denn nach der Kündigung der Kooperationsverträge mit dem Haus des Kindes besteht nicht nur ein Bedarf für zwei Krippengruppen (wir berichteten). Es müssen auch drei Integrationsplätze gefunden werden. Bisher konnten für diese Kinder – unter Mithilfe des Landkreises – als Übergangslösung Tagesmütter gefunden werden, wie Schütte erläuterte. Zwei dieser Kinder können nun in der neuen Immanuel-Gruppe untergebracht werden. „Die langfristige Etablierung einer Integrationsgruppe ist wünschenswert“, heißt es in der entsprechenden Vorlage der Verwaltung.

 Derzeit können lediglich im katholischen Kindergarten I-Kinder betreut werden. Mit den zwei Plätzen ist das Problem allerdings nicht gelöst. In Bückeburg besteht weiterer Bedarf an zusätzlichen Betreuungsplätzen für gehandicapte Kinder. Derzeit läuft eine Bewerbung der Stadt beim Land Niedersachsen, in der Kindertagesstätte an der Hinüberstraße eine der zwei verbliebenen Kindergartengruppen als Integrative Gruppe einzurichten, wie Schütte erläuterte.

Trägerverein finanziert Umbau

 Die Einrichtung der Gruppe im Immanuel-Kindergarten hat das zuständige Kultusministerium bereits in einer Voranfrage positiv gewertet. Die Umbaukosten im Jugendtreff an der Hermannstraße werden vom Trägerverein finanziert. Die Betriebskosten belaufen sich auf jährlich 60000 Euro, die durch Elternbeiträge, Zuschüsse des Landes und der Stadt finanziert werden und in den entsprechenden Haushaltsplanungen verankert werden müssen. Die neue Gruppe soll am 1. Dezember in Betrieb gehen.

 Bereits am 1. August soll die neue Gruppe mit zehn Plätzen im Waldorfkindergarten – ohne spezifische Waldorf-Angebote – an der Obertorstraße ihren Betrieb aufnehmen. Die Räumlichkeiten stehen ab sofort zur Verfügung, da dort vormals eine Kindergartengruppe mit 15 Plätzen betrieben wurde. Auch hier hat das Kultusministerium eine Voranfrage bereits positiv beschieden. Die Betriebskosten inklusive der Miete belaufen sich auf knapp 34000 Euro, die ebenfalls entsprechend im Haushalt verankert werden müssen.

Vorrang für Bückeburger Kinder

 Der Ausschuss mahnte, dass beide neuen Gruppen bevorzugt mit Kindern aus Bückeburg besetzt werden müssen. Beide Träger würden regional arbeiten und auch Kinder angrenzender Kommunen aufnehmen. Die Träger hätten versichert, dass vorrangig Bückeburger Kinder aufgenommen werden, hieß es.

 Nachfragen gab es im Hinblick auf die geplante Eröffnung der beiden Kindergartengruppen in der Hinüberstraße Ende 2018 auch zur Dauer der seitens der Stadt abzuschließenden Kooperationsverträge. Es seien unbefristete Verträge mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr.

 Nächste Beratung am 19. Juli

 Eine Empfehlung sprach der Ausschuss noch nicht aus, da die Mehrheitsgruppe von SPD und Grünen intern noch nicht beraten und abgestimmt hat. Das soll nun schnellstmöglich geschehen. Die beiden Themen sollen dann in einer erneuten Sitzung des Ausschusses beraten werden, die für den 19. Juli terminiert wurde. „Wir sind wirklich in Not und brauchen im Sinne der Eltern und Kinder schnellstmögliche Entscheidungen“, formulierte die Ausschussvorsitzende Iris Gnieser (CDU) angesichts von 40 Kindern auf der Warteliste. rc

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