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„Wir tanzen durch bis morgen früh“

Bückeburg schwoft in den Mai „Wir tanzen durch bis morgen früh“

Vom Rock’n Roll der fünfziger und sechziger Jahre bis hin zum heißen Techno-Sound: In der Nacht auf den 1. Mai ist Nachtschwärmern in Bückeburg so einiges geboten worden.

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Bei „Cliff and the Shadows Tribute Band“ im Alten Forsthaus geht die Post ab. mig

Bückeburg. An sämtlichen Party-Standorten war der Bär los. „Wir tanzen durch bis morgen früh“ lautete die Devise.

 Tanzen, bis die Füße weh tun: das war auch das Motto beim Konzert der „Cliff and the Shadows Tribute Band“ im Alten Forsthaus. Hoch wirbelnde Petticoats, frisch gegelte Tollen und akrobatische Tanzfiguren zeigten an, wohin die Reise ging: in die Welt der 50er und 60er Jahre. Elvis Presley, Buddy Holly, oder Eddy Cochran hießen die Stars damals, oder eben Cliff Richards, der mit seinen „Shadows“ den ersten, in Europa produzierten Rock’n Roll- Song – „Move it“ – sang. Cliff heisst heute Rainer (Kegel) und er macht seine Sache wirklich gut. Im weißen Smoking heizt der „Tribute“-Sänger den Gästen richtig ein – fast so wie das Original. Die zahlreichen Fans – unter anderem vom „Rock’n Roll Club Schaumburg“ – sind begeistert. Und tanzen zu den „All Time Favorites“ wie „Forty Days“, „Dynamite“ oder „Do you wanna dance“. Es wird gejivt, gehopt und gerollt, dass es eine Freude ist – ein harter Beat, ein schneller 4/4-Takt und ab geht’s. Überall nur bunte Röcke, die sich schneller und schneller drehen – schön!

 Einer der Tänzer ist Thomas Brandt, der nach vier Durchgängen ziemlich außer Atem ist. „Das ist Schwerstarbeit“, sagt der Betriebswirt, der für das Konzert extra aus Minden angereist ist. Was ihn an dieser Musik reizt? „Es ist ein ganzes Lebensgefühl, verbunden mit einer bestimmten Art zu tanzen“, sagt Brandt. Schon seine Eltern hätten zu Bill Haleys „Rock around the clock“ getanzt – „das ist so gut, dass ist einfach nicht totzukriegen, da können sich heutige Bands eine Scheibe von abschneiden.“ Was das konkret bedeutet? „Dass man bei dieser Musik ganz einfach tanzen muss, das geht gar nicht anders.“ Er sei damit aber keineswegs alleine, sagt Brandt zum Schluss. Es seien längst nicht mehr nur die etwas Älteren, die die Zeit noch selbst miterlebt hätten. „Rock’n Roll wird wieder eine Jugendbewegung“, meint der 36-Jährige schmunzelnd. „Wir werden immer mehr.“

 Wobei es in der Nacht zum 1. Mai nicht nur im „Alten Forsthaus“ richtig zur Sache ging. Auch im „Minchen“ wurde getanzt, bis der Arzt kam: „Wir haben hier die heißeste Party im Bückeburg“, gab Wirt Fabian Hahn Auskunft. Sowohl mit der Resonanz, als auch mit der Stimmung sei er „rundum zufrieden.“ Und tatsächlich bekam man im „Minchen“ kaum ein Bein an das andere.

 Gleich vier DJs sorgten für das musikalische Wohlbefinden. Im Wintergarten legen DJ Calvin und DJ TechtelMechtel auf, in der „Guten Stube“ DJ Nik und DJ Palpo. Die Gäste waren rundum zufrieden – vor allem die musikalische Vielfalt (von Charts über 80er und 90er bis hin zu Techno und House) kam sehr gut an. „Man kann immer hin und herwechseln, je nachdem wie man grade drauf ist“ sagen Lena Heine und Tamara Gerling, die nach eigener Aussage „bis morgen früh“ tanzen wollen. Besonders gut gefällt den Mädchen, dass das Minchen ein inoffizieller Treffpunkt für „frühere Schulkameraden“ ist. „Wir haben in der kurzen Zeit, in der wir hier waren schon zehn frühere Mitschüler getroffen.“

 Zum Schluss noch ein Wort zur „Summer Beach Party“ im Bückeburger Rathaussaal. Die war zwar mit Strandbar, Strandliegen und drei „Areas“ bestens vorbereitet, allerdings hätten dem Event etwas mehr Gäste sicherlich gut getan.

 Oder anders gesagt: Der Rathaussaal (plus Le Theule-Saal) war allein von seinen Dimensionen her einfach eine Nummer zu groß. Weil aber auch dort eine sehr gute Stimmung herrschte, lässt sich ohne Übertreibung sagen: Besser als in Bückeburgs Tanztempeln kann man nicht in den 1. Mai rutschen.  mig

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