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Wirtschaftsbetriebe machen Gewinn

700.000 Euro bleiben unterm Strich Wirtschaftsbetriebe machen Gewinn

Die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Bückeburg haben im vergangenen Jahr einen Überschuss von 700.000 Euro erwirtschaftet, der auf das Wirtschaftsjahr 2016 übertragen wird.

Bückeburg. Eine entsprechende Empfehlung sprach der Betriebsausschuss der Wirtschaftsbetriebe bei seiner jüngsten Sitzung aus. In dem Eigenbetrieb hat die Stadt ihre Beteiligungen an der Bäder GmbH, der Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH, in der die Beteiligung an der WWE GmbH & Co KG übertragen wurde, sowie die drei Gastronomieobjekte Ratskeller, Hofapotheke und Eveser Krug gebündelt. Bis Ende 2014 firmierte der Wirtschaftsbetrieb als „Ratskellerbetriebe“.

 Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, ist die Verpachtung der drei gastronomischen Betriebe stark im Defizit, das langfristig nur über den Beteiligungsertrag finanziert werden kann. Insbesondere die schwierige Situation im Bereich der Gastronomie führe dazu, dass eine Verpachtung zu zumindest kostendeckenden Konditionen nicht realisiert werden könne. Der Wegfall von Beteiligungserträgen würde zu erheblichen Verlusten der Gesellschaft führen, die dann aus Haushaltsmitteln auszugleichen wären, wird in dem Kapitel „Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung“ gewarnt. Mehreinnahmen zeichnen sich zumindest dadurch ab, dass der Eveser Krug dieser Tage neu verpachtet werden soll. Die Wohnung im Eveser Krug ist an den Landkreis zur Unterbringung von Flüchtlingen vermietet worden.

 28.000 Euro für Personenaufzug

 Für 2016 sind Investitionen in Höhe von rund 28000 Euro für den Personenaufzug im Ratskeller eingeplant, der seit Monaten defekt ist und dessen Steuerungsanlage aufwendig neu gebaut werden muss, wie Betriebsleiter Jürgen Sobotta im Ausschuss mitteilte. Ende Mai erfolgt der Einbau, Mitte Juni soll der TÜV seinen Segen geben, sodass die Säle des Ratskellers dann wieder für Behinderte erreichbar sind.

 2016 wurde für eine Summe von 25.000 Euro bereits der Heizungskessel des Rathaussaals ausgetauscht. Er war im März irreparabel zusammengebrochen. 2015 war schon die Brandmeldeanlage für Rathaus und Ratskeller für 25000 Euro ausgetauscht worden. Die alte Anlage hatte immer wieder Störungen, sodass die Feuerwehr ausrücken musste. Außerdem war die alte Anlage „sehr, sehr unterhaltungsaufwendig“, wie Sobotta sagte.

 Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden diverse Steuerrückstellungen aus den Jahren 2013 und 2014 aufgelöst, was unter anderem zu dem ausgewiesenen Jahresüberschuss von 700.000 Euro geführt hat. 2015 wurden drei Finanzanlagen getätigt: die Beteiligung an der Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH mit 6,67 Millionen Euro, die Beteiligung an der Bäder GmbH mit 6,53 Millionen Euro und die Einbringung der Beteiligung an der Westfalen Weser Energie GmbH & KG in die Hafen Bückeburg-Berenbusch GmbH, für die ein Minus von 7,64 Millionen Euro ausgewiesen wird. Unter dem Strich bleiben also 5,564 Millionen Euro.

 Prüfer attestiereneine „Punktlandung“

 In der Bilanz weist der Wirtschaftsbetrieb Aktiva von 15,7 Millionen Euro aus. Das Eigenkapital beträgt 15,4 Millionen Euro. Auf den Konten liegt ein Guthaben von einer Million Euro. Langfristige Verbindlichkeiten hat der Betrieb 950.000 Euro, kurzfristige 300.000 Euro.

 Auf der Passivseite wird von den Prüfern der Intecon GmbH die Einbringung der Bäder GmbH als Stärkung des Eigenkapitals gewertet. Ohnehin wird eine Verbesserung der Finanzierungsstruktur attestiert. 2014 war auch im Zuge der Umstrukturierung noch eine Unterdeckung von 1,1 Millionen Euro bilanziert worden: „Dieser Schönheitsfehler ist jetzt weg.“ Mit dem Ergebnis von 700.000 Euro sei eine „Punktlandung“ gelungen. Die Bewertung: „Grundsätzlich ist alles in Ordnung.“ Jahresbericht, Lagebericht und die Buchführung entsprechen den Rechtsvorschriften. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der Liquidität und der Rentabilität sei nicht zu beanstanden: „Der Betrieb wird wirtschaftlich geführt.“ rc

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