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Wohnquartier auf Klinik-Gelände geplant

Bückeburg Wohnquartier auf Klinik-Gelände geplant

Für den Standort des Krankenhauses Bethel gibt es konkrete Pläne für die Nachnutzung. Baubereichsleiter Jörg Klostermann stellte am Donnerstagabend in Vertretung des von der Stiftung Bethel beauftragten Planers Matthias Reinold aus Rinteln in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses erstmals Details der Überlegungen öffentlich vor.

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11000 Quadratmeter Grundfläche und 8800 Quadratmeter Nutzfläche sollen auf dem Gelände des Krankenhauses Bethel zu einem innenstadtnahen Wohnquartier für Alt und Jung entwickelt werden.

Quelle: rc

Bückeburg. Im Ausschuss bestand Einigkeit, die beantragte Änderung des Flächennutzungsplans- und Bebauungsplans, der auch umliegende Flächen bis hin zur Fürst-Ernst-Straße umfasst, schnellstmöglich auf den Weg zu bringen, was bereits in der nächsten Sitzung im Januar erfolgen soll, wenn weitere Abstimmungsgespräche zwischen dem Bauamt und der Stiftung stattgefunden haben.

„Was kommt, ist noch völlig offen“, stellte Klostermann fest. Wohnformen für Jung und Alt seien an dieser Stelle gewünscht und gewollt: „Wir haben die Chance, ein völlig neues Quartier zu entwickeln.“

Es müssten schnell Fakten geschaffen werden, erinnerte der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger daran, dass Ende 2016 der Umzug des Krankenhauses in den Neubau des Gesamtklinikums nahe Vehlen erfolgt und ab 2017 das Gebäude leer steht.

In einer Pressemitteilung hatte die Stiftung kurz vor der Sitzung Stellung bezogen und weitere Details genannt. Grundlage für die neuen Pläne sei eine eingehende Begutachtung und Analyse des vorhandenen Gebäudekomplexes. Danach müsse eine Nachnutzung der jetzigen Räumlichkeiten bautechnisch untersucht werden. Der Gesamtzustand des Hauses sei nicht zufriedenstellend. Die verschachtelte Bauweise, zu niedrige Raumhöhen und die nicht vorhandene Barrierefreiheit seien nur einige Schwachstellen. Die Substanz des Hauses lasse eine Nachnutzung kaum zu: „Daher ist der Abriss des Gebäudes nicht ausgeschlossen. Eine Sanierung wäre technisch und finanziell nicht vertretbar.“

Aus diesem Grund beantragt die Stiftung Bethel eine Nutzungsänderung des Areals bei der Stadt Bückeburg. Ziel sei es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Realisierung eines zentrumsnahen Wohnquartiers zu schaffen, in dem sich unterschiedliche Wohnformen ansiedeln dürfen. Vorstellbar wäre dort in erster Linie ein Wohngebiet für Jung und Alt, in dem Familien mit Kindern und ältere Menschen gleichermaßen ihre neue Heimat finden würden. Zudem soll es die Möglichkeit geben, Raum für eine stationäre Altenpflege oder ein Seniorenwohnen zu schaffen.

„Die Stiftung Krankenhaus Bethel ist überzeugt, dass die geplante Folgenutzung des Krankenhausgeländes für die Stadt Bückeburg eine städtebauliche Entwicklungschance und Bereicherung ist“, heißt es in der Mitteilung weiter. Bei dem Objekt mit seinen knapp 11000 Quadratmetern Grundfläche und 8800 Quadratmetern Nutzfläche handele es sich doch um ein attraktives „Kerngebiet“ der Stadt.

Dazu komme eine Reihe umliegender Immobilien im Besitz der Stiftung, die ursprünglich für Erweiterungen und Auslagerungen eingeplant waren. Eine entsprechende Änderung der Bauleitplanungen wäre ein Schritt in die richtige Richtung: „Die Stiftung Krankenhaus Bethel möchte auch künftig in der Stadt Bückeburg präsent sein und sich für diakonische Zwecke einsetzen.“ rc

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