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Wünsche erfüllen sich beim Weihnachtszauber

Einmal ein Engel sein Wünsche erfüllen sich beim Weihnachtszauber

Einmal Engel sein zu dürfen – welches Mädchen träumt davon nicht? In Erfüllung gegangen ist dieser Wunsch jetzt während des Weihnachtszaubers auf Schloss Bückeburg für Melina Neugebauer.

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Melina Neugebauer

Quelle: jp

Bückeburg. Zum ersten Mal darf die Zehnjährige aus dem südlich von Rinteln gelegenen Asendorf während des vorweihnachtlichen Großereignisses im und am Schloss in das weiße Gewand eines der kleinen Himmelsboten schlüpfen und nach Leibeskräften mitzaubern.

Schon dreimal ließ sich Melina mit ihren Eltern als normale Besucherin beim Weihnachtszauber den Duft von Adventskerzen, gebrannten Mandeln und Vorweihnachtsfreude um die Nase wehen und hatte dabei bereits häufig Gelegenheit, zusammen mit dem unverzichtbaren „Bückeburger Weihnachtsmann“ Jürgen Braunroth und dessen Gefolge in diverse Kameras zu lächeln. Mitzuerleben, wie fasziniert die übrigen Besucher auf die weiß gewandeten und geflügelten Jungdarstellerinnen und ihren rotkapuzigen Chef reagierten, ließ bei ihr schnell den Wunsch aufkommen: „Das will ich auch.“

 In diesem Jahr hat es geklappt mit der Bewerbung beim Orga-Team um Weihnachtszauber-Chefin Mechthild Wilke aus Oldenburg. Begeisterte Reaktion der Asendorferin, als bei ihren Eltern die Zusage aus Oldenburg einging: „Ich hab mich riesig gefreut.“

 An ihrem ersten Tag als Weihnachtsengel wird Melina von Lina Vaske unter die sprichwörtlichen Fittiche genommen. Die 17-jährige Abiturientin aus Vechta, die sich den Posten des „hauptamtlichen Weihnachtszauber-Engels“ mit Jura-Studentin Annika Haever aus Göttingen teilt, zählt zum echten Urgestein der Großveranstaltung: Sie stand schon 2004 als Engel zusammen mit Mechthild Wilke und Alexander zu Schaumburg-Lippe bei der Liveübertragung des NDR Fernsehens auf der Bühne des Weihnachtszaubers. Heute ziert ihr Konterfei Flyer und Plakate – zum Zeitpunkt der Aufnahme war sie fünf.

 Flügelanprobe im Schloss: Das Gefieder sitzt wegen der Kapuze etwas tief, doch ohne warme Kleidung erkälten sich bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen auch Weihnachtsengel. Danach erste „Dienstbesprechung“ mit dem Chef: Jürgen Braunroth empfängt den Neuankömmling aus Asendorf mit einer Herzlichkeit, wie es einfach auch nur der Weihnachtsmann vermag. „Sein Geschwader“ nennt der 79-Jährige aus Hildesheim die geflügelte Schar. Da für Sonnabend Late-Night-Shopping mit verlängerten Öffnungszeiten geplant ist, wird mit besonders großem Besucheransturm gerechnet. Lina Vaske teilt die Engel in kleinere Gruppen ein, die in diversen Bereichen des Veranstaltungsgeländes unterwegs sein sollen: „Dann haben die Besucher mehr von uns.“

 Melina Neugebauer ist noch keine fünf Minuten unterwegs, als schon die ersten Besucher stehen bleiben. „Guck mal, die Engelchen.“ Ein Satz, den Melina an diesem Tag noch ebenso häufig hören wird wie: „Dürfen wir mal ein Foto machen?“

 Um 15.30 Uhr ist Fototermin mit Besuchern im Winterwald neben der Schlossbrücke. Dabei macht Melina die Bekanntschaft einer echten Legende: Lena Völkening aus Warber stand bis 2012 die meisten Jahre als Engel Jürgen Braunroth zur Seite. Um 21 Uhr geht es für den Jung-Engel mit den Eltern nach Hause. Erschöpft, aber überglücklich. Was war der schönste Eindruck? „Wie mich die anderen Engel aufgenommen und sich um mich gekümmert haben.“  jp

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