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Zahme Wahlkämpfer: „Da stimme ich meinem Vorredner zu“

Bückeburg / Podiumsdiskussion Zahme Wahlkämpfer: „Da stimme ich meinem Vorredner zu“

Knapp 100 Interessierte haben eine Podiumsdiskussion im Hubschraubermuseum besucht, in deren Rahmen Vertreter der (bis auf die UWG, die am 11. September nicht wieder antritt) aktuell im Rat vertretenen Parteien und Vereinigungen Stellung zu aktuellen Themen bezogen. Die mehr als zwei Stunden dauernde Veranstaltung förderte vor allen Dingen einen recht umfassenden Konsens unter den Lokalpolitiker zutage. „Da stimme ich meinem Vorredner zu“ war eine häufig zu hörende Formulierung. Nicht ein einziges Mal gab es zwischen den Diskussionsteilnehmern einen direkten, persönlichen Widerspruch.

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Wahlpodium im Hubschraubermuseum: Die Kandidaten stellten sich den Fragen der Moderatoren und der Zuhörer. Foto: bus

Bückeburg (bus). Auch in den Publikumsfragerunden gab es kaum Polarisierungen. Die Fragen der Zuschauer richteten sich allesamt an das gesamte Podium. Rede und Antwort standen dem Publikum sowie den Journalisten Frank Werner und Raimund Cremers die Kandidaten Bernd Insinger (SPD), Axel Wohlgemuth (CDU), Bernd Schierhorn (Bündnis 90/Die Grünen), Brigitte Bödeker (FDP), Raimund Leonhard (Bürger für Bückeburg, BfB) und Andreas Paul Schöniger (WIR für Bückeburg, WIR).

Beim Themenkomplex „Stadtvisionen“, der zusätzlich zu den Aspekten Nachnutzung der Herderschule/Neumarktplatz und der Nachnutzung des Krankenhauses Bethel auch den in Obernkirchen/Vehlen geplanten Neubau des Gesamtklinikums Schaumburg umfasste, stellten mehrere Kandidaten ihre Vorliebe für Mehrgenerationshäuser heraus. „Es gibt einen Trend zum Wohnen in der Stadt, da empfehlen sich Häuser, in denen jüngere und ältere Menschen zusammenwohnen“, sagte Axel Wohlgemuth.

„Generationen übergreifendes Zusammenleben ist ganz wichtig“, pflichtete ihm Schierhorn bei. „Wir müssen die Generationen mehr zusammenführen“, meinte auch Bödeker. Schöniger konnte sich die Umwandlung eines Teils des Krankenhauses Bethels in ein Mehrgenerationenhaus vorstellen – „oder eventuell ein Hotel“.

Leonhard – „Wir sind ein großer Fanclub von zentrumsnahem Wohnen“ – steuerte einen praktischen Gesichtspunkt bei: „Wenn man über 80 ist, weiß man, wie schwer drei Milchtüten sind.“ Insinger erinnerte daran, dass „das Areal Herderschule ohne Fördermittel in keinster Weise zu beackern“ sei.

Zum ansonsten befürworteten Vorhaben Gesamtklinikum merkte Schierhorn an: „Wir möchten es in Vehlen nicht haben; ich meine, dass die Standortsuche nicht genügend durchgeführt worden ist.“ Bödeker rief die diesbezüglich im Kreistag einstimmig und mit Zustimmung der Grünen gefällten Entscheidungen ins Gedächtnis. „Das neue Klinikum wird besonders auf der finanziellen Ebene hilfreich sein“, betonte die Liberale.

„Das Klinikum wird kommen und dem einen oder anderen sehr nutzen“, gab Leonhard zu Protokoll. „In einem Großkrankenhaus kann die Versorgung besser gesichert werden“, lautet Wohlgemuths Meinung. Zudem entstünden neue Abteilungen. „Von daher ist es ein Gewinn.“

Insinger – „zum Standort Krankenhaus ist genug gesagt“ – befand die Einrichtung eines Hospizes nebst einem Ärztezentrum im Bethel-Gebäude für gut und denkbar. „Das muss aber abgestimmt werden und funktionieren.“
WIR-Kandidat Paul Schöniger, der ebenfalls ein Hospiz befürwortete, richtete den Blick aufs Allgemeine: „Wir als Stadt müssen aufpassen, dass uns die Butter nicht vom Brot genommen wird.“

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