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Bückeburg Stadt Zarentochter Maria Romanow allein im Mittelpunkt
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Zarentochter Maria Romanow allein im Mittelpunkt
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00:28 22.11.2015
Die Autorin Silke Ellenbeck wurde 1974 in Hameln geboren. Quelle: jp
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Bückeburg (jp)

Die erste, seinerzeit noch zweibändige Ausgabe war 2011 unter dem Titel „Mandrifolie – Eine Tochter Zar Nikolaus II. von Russland“ im Berliner AAVAA-Verlag erschienen. Nach dem Wechsel zum Radeberger DeBehr-Verlag, für den Silke Ellenbeck inzwischen als Hausautorin tätig ist, entschloss sie sich zu einer grundlegenden Überarbeitung und Erweiterung ihrer Romanbiografie über die 1899 geborene Tochter von Zar Nikolaus II., die wie die übrige Familie des letzten Romanow-Herrschers 1918 in Jekaterinburg erschossen wurde.

 Weiterhin nimmt das Buch der in Hameln geborenen und in Bückeburg lebenden Autorin ein Alleinstellungsmerkmal ein. Während es eine nahezu unüberschaubare Menge von Literatur über Zar Nikolaus II. und seine Familie gibt, außerdem zur jüngsten Zarentochter Anastasia, über die bis zum Beweis des Gegenteils 2007 lange Zeit Gerüchte kursierten, sie sei 1918 den Bolschewiki entkommen, existierte bislang keine Biografie, die sich ausschließlich mit der Zarentochter Maria befasste. Mit der 2011 erschienenen Romanbiografie „Mandrifolie – Eine Tochter Zar Nikolaus II. von Russland“ und deren überarbeiteter und erweiterter Neuausgabe „Ich wollte einen Soldaten heiraten und zwanzig Kinder bekommen“ hat Ellenbeck das bislang erste und einzige Buch vorgelegt, das ausschließlich die dritte Tochter Zar Nikolaus II. in den Mittelpunkt stellt.

 Geweckt wurde das Interesse der Autorin an der Zarenfamilie bereits 1998 bei der Lektüre von Peter Kurths Biografie über Anastasia, von der man damals noch glaubte, die westpreußische Fabrikarbeiterin Franziska Schanzkowsky sei in Wahrheit die überlebende Zarentochter. Schon damals stellten sich ihr besonders viele Fragen zum Schicksal von Anastasias Schwester Maria, die als dritte Tochter Nikolaus II. stets im Schatten ihrer Geschwister stand, insbesondere ihrer beiden älteren Schwestern Olga und Tatjana sowie ihres schwer kranken Bruders Alexei. Erst viel später, nämlich 2008, wurde mit Hilfe von DNA-Analysen das Schicksal der 1918 in Jekaterinburg von den Bolschewiki ermordeten Zarentochter zweifelsfrei geklärt. Jahrelange Recherchen in Literatur und Archiven diverser Länder ließ Ellenbeck in ihr erstmals 2011 erschienenes Buch über Maria Romanow einfließen. Dabei wählte sie bewusst die Form der Romanbiografie, die die Zarentochter dem Leser ihr Leben in der Ich-Perspektive berichten lässt. Kein trockenes geschichtliches Fachbuch sollte es werden, sondern den Leser durch die sehr persönliche Erzählform tief in das düstere Schicksal der jung Ermordeten eintauchen und Anteil nehmen lassen.

 Gegenüber der ursprünglichen zweibändigen Ausgabe „Mandrifolie“ wurde „Ich wollte einen Soldaten heiraten und zwanzig Kinder bekommen“ (bei dem neuen Titel handelt es sich um ein historisch belegtes Zitat Maria Romanows) grundlegend überarbeitet, mit zwei Kapiteln und vielen zusätzlichen Informationen erweitert und um zahlreiche historische Fotografien ergänzt. Diese Bilder stammen zum größten Teil aus privaten Sammlungen und – aus Kostengründen – nicht aus großen staatlichen Archiven.

 „Ich wollte einen Soldaten heiraten und zwanzig Kinder bekommen – Maria Romanow, die dritte Tochter des letzten Zaren Nikolaus II.“ von Silke Ellenbeck ist im DeBehr Verlag Radeberg erschienen und kostet 14,95 Euro. ISBN 978-3957532206

 Autorin Silke Ellenbeck wurde 1974 in Hameln geboren, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik an der Universität in Hannover und lebt seit etwa 20 Jahren in Bückeburg. Nach der Veröffentlichung von Kurzgeschichten und Gedichten erschien 2010 ihr erster historischer Roman „Julian“, der wie ihr zweiter Roman „Verbrannter Eukalyptus“, im Australien des 19. Jahrhunderts spielt. Zurzeit steht die Autorin kurz vor der Vollendung ihres vierten Buches, eines Romans, der in der Gegenwart in ihrer Heimatstadt Bückeburg spielt.

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