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„Zauber“ hui, „Hütte“ pfui

Hüttenzauber mit wenig Gewinn „Zauber“ hui, „Hütte“ pfui

Was den einen freut, mag dem anderen nicht gleichermaßen Vergnügen bereiten. Aus den enormen Besucherzahlen, die der Weihnachtszauber im und am Schloss Bückeburg angezogen hat, haben die Innenstadt und der vom Bückeburger Stadtmarketing veranstaltete Hüttenzauber in der Fußgängerzone erneut viel zu wenig Gewinn ziehen können.

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Zielmarke 70000 weit überschritten

Weit mehr als 70000 Besucher haben sich in den vergangenen elf Tagen vom Weihnachtszauber verzaubern lassen.jp

Bückeburg (jp). Während sich im Schloss, in den Zelten und der Remise die Massen zeitweilig nur noch im Gänsemarsch voranschieben konnten und bisweilen sogar das Treppenhaus zum großen Festsaal wegen Überfüllung geschlossen werden musste, herrschte rund um die Buden vor der Stadtkirche nicht selten pure Tristesse – außer an den beiden Advents-Wochenenden. Blickte man unter den Wochentagen um die Mittagszeit vom Bücki-Brunnen die einsame Fußgängerzone hinab, so mochte man kaum glauben, dass sich nur wenige Hundert Meter entfernt wahre Völkerwanderungen vom Bahnhof und von den Haltepunkten der Shuttle-Busse in Richtung Schloss bewegten.

 Ändern möchte dies unter anderem Giovanni di Noto. Bereits im Sommer hatte der Vorstand von Handel Aktiv, dem Zusammenschluss der Einzelhändler innerhalb des Bückeburger Stadtmarketings (BSM), anlässlich der Autoschau beklagt, wie wenig Innenstadt und Hüttenzauber von dem Mammut-Event im Schloss profitierten. Dabei liege die Verantwortung dafür keinesfalls aufseiten der Veranstalter dieser beiden so ungleichen Weihnachtsmärkte, so Giovanni di Noto ausdrücklich, sondern schlicht in den räumlichen Gegebenheiten: Denn unabhängig, ob die Weihnachtszauber-Besucher das Veranstaltungsgelände motorisiert mit dem am Reitweg startenden Shuttle-Bus oder zu Fuß durch das Schlosstor und über den Marktplatz verlassen, in keinem Fall kriegen sie den Hüttenzauber in der Innenstadt überhaupt zu Gesicht.

 Man sei daher bereits mit dem Schloss im Gespräch, um möglichst schon 2016 zu einer besseren Synergie zwischen beiden Veranstaltungen zu kommen, erklärte di Noto. „Wir wollen dabei an einem Strang ziehen, damit wirklich beide Seiten davon profitieren.“ Dabei denkt der Handel-Aktiv-Vorstand ausdrücklich nicht an eine Änderung für die Verkehrsführung der Besucherströme zum Weihnachtszauber im Zusammenspiel Großparkplatz, Bahnhof, Busparkplatz Kreuzbreite und Schloss, was ohnehin technisch kaum machbar wäre. Sondern vielmehr daran, im Bereich der Innenstadt zusätzliche Anreize zu schaffen, um den einen oder anderen Weihnachtszauberbesucher zum Verweilen zu bewegen.

 Wie die aussehen können, dazu wollte sich di Noto noch nicht äußern. Das Thema solle zunächst mit allen Verantwortlichen diskutiert werden. „Dazu braucht man Visionen. Aber ohne Visionen macht schließlich das ganze Leben keinen Sinn.“

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