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Zeit für einen weiteren Anlauf

Bückeburg Zeit für einen weiteren Anlauf

Eigentlich wird darum gerungen, seitdem es die Fußgängerzone gibt, also seit fast 25 Jahren: Die Fußgängerzone so ausstatten, dass sie außer Möglichkeiten zum Einkaufen und zum Verweilen in Cafés oder Gaststätten eine gewisse Aufenthaltsqualität bietet.

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Skulpturen, Platt und Folk

Der Summstein ist einer der wenigen Plätze in der Fußgängerzone, der zum Verweilen einlädt.

Quelle: rc

Bückeburg. Bis auf den Schallstein gegenüber dem Museum und vier – inzwischen ausgeleierten – Schaukelpferdchen für die Kleinsten ist aber nichts passiert, trotz mehrerer Anläufe.

 Jetzt wird ein weiterer Anlauf unternommen – von der neu gegründeten Arbeitsgruppe „Bewegte Innenstadt“ des Bündnisses für Familie“. Sie hat in den vergangenen Monaten zusammengesessen, Ideen gesammelt, diskutiert und sich kundig gemacht. Die Ergebnisse stellte jetzt Ratsherr Bernd Schierhorn (Bündnis 90/Die Grünen) im Ausschuss für Jugend und Familie vor. Es gehe darum, die Aufenthaltsqualität zu steigern, Jung und Alt zum Verweilen in der Fußgängerzone zu bewegen, nicht nur zum Einkaufen oder Sitzen in Cafés. Und das soll mit Spielstationen für Jung und Alt „zur Entfaltung der Sinne“ umgesetzt werden.

 Tipps von Experten aus Bayern

 „Ein Platz, um ein Schild für potenzielle Sponsoren anbringen zu können, nicht zu laut, kein Fallschutz nötig und leicht zu deinstallieren bei Festen oder Jahrmärkten“, umriss Schierhorn die Ausschlusskriterien. Deswegen hat man sich auch nach einigen Begehungen bereits auf einige Geräte festgelegt. Für alles Weitere hatte sich die Gruppe Experten der Firma Richter Spielgeräte aus dem bayerischen Frasdorf eingeladen, die sich vor Kurzem einen halben Tag die Örtlichkeiten in Bückeburg anschauten, Anregungen gaben und bestimmte Varianten verwarfen. Herausgekommen ist dabei: Man konzentriert sich auf die nördliche Seite der Fußgängerzone und den Markt. Gegenüber dem „Bistro“ wäre Platz für einen Wasserstrudel. Vor dem Durchgang zum Witte-Platz würde sich ein Spiegelstreifen sehr gut machen. In Höhe der Barmer-GEK soll ein Murmeltisch platziert werden. Im unteren Bereich der Fußgängerzone wäre auf der südlichen Seite Platz für ein Spielgerät. Und in der Ecke von Volksbank und Rathaus. Insgesamt also fünf Geräte.

 Wie Schierhorn ausführte, sind die Geräte relativ teuer – eines kann bis zu 20000 Euro kosten, das Günstigste 1900 Euro. Von der Stadt alleine wäre das „nicht zu wuppen“. Deswegen will sich der Arbeitskreis „Bewegte Innenstadt“ auf die Suche nach Sponsoren machen: „Ohne deren Unterstützung geht das nicht.“ Das Projekt soll daher auch über mehrere Jahre laufen: je nachdem, wie viele Sponsoren sich finden und wie hoch deren Obolus ist.

 Was er jetzt brauche, so Schierhorn weiter, sei ein grundsätzliches Einverständnis der Stadt, damit der Arbeitskreis weiter arbeiten könne. Konsequenz war ein Antrag, dem der Ausschuss dann einstimmig folgte. Die Mitglieder sprachen sich zudem dafür aus, dass im kommenden Jahr 5000 Euro für ein erstes Gerät im Haushalt der Stadt verankert werden. „Wir müssen ein Signal setzen“, hatte Ratsherr Dieter Wilharm-Lohmann die Devise vorgegeben.

  Müller wünscht „Kraft und Glück“

 Die sachkundige Bürgerin Edeltraut Müller, die sich Jahrzehnte für die Ausgestaltung eingesetzt hat und auf deren Initiative der Summstein gegenüber dem Museum zurückgeht, erinnerte daran, dass man schon damals kaum Sponsoren gefunden habe. Sie wünsche dem Arbeitskreis „Kraft und Glück, damit sie es schaffen“.

 Die bayerischen Experten hatten noch die eine oder andere Anregung zu geben, wie Schierhorn sagte. Um die Kaiserlinden könnten zum Beispiel Rundbänke gebaut worden, sodass man auswählen könne, in welche Richtung man guckt. Die Ecke von Langer Straße und Braustraße müsste überarbeitet werden: „Die ist nicht so attraktiv.“ Gut gelungen sei der „Bücki-Brunnen“.rc

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