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Zeitreise führt ins Bückeburg von anno dunnemal

Bückeburg / Historischer Markt Zeitreise führt ins Bückeburg von anno dunnemal

Eine abwechslungsreiche Zeitreise in weit zurückliegende Epochen hat am Wochenende zahlreiche Besucher in die Bückeburger Innenstadt gelockt. Der rund um den Marktbrunnen und im angrenzenden Eingangsbereich des Schlosses veranstaltete Historische Markt, der nunmehr dritte seiner Art, führte knapp drei Dutzend Attraktionen zusammen, die allesamt das Lebensgefühl vergangener Jahrhunderte vermittelten. „Schalten Sie einfach vom Alltag ab und steigen Sie ein in eine andere Welt“, empfahl Alfred Schneider, unter dessen Regie die Darsteller agierten. „Lassen Sie Ihre Seele baumeln und sich verwöhnen.“

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„Mäusetheater Traumaus“: Als Belohnung kriegt der Nager von dem süßen Fratz ein Weißbrot. © bus

Bückeburg (bus). Schneider hatte vor allen Dingen jede Menge Handelsleute engagiert. „Die meisten Stände sind in liebevoller Kleinarbeit eigenhändig gebaut“, schilderte der nach eigenem Bekunden „Historiker, der Geschichte lebendig macht“.

„Fast alle Mitwirkende haben ihre Kleidung und das passende Ambiente selbst hergestellt“, legte der in einem mittelalterlichen Gewand (und als „Alfred der Messerwerfer“) auftretende Regisseur dar. „Sie kennen sich mit den zum Verkauf angebotenen Waren sehr gut aus und können den Interessenten Rede und Antwort stehen.“ Überdies offerierte der ohne Eintritt zu genießende Markt reichlich Verpflegungsmöglichkeiten zu familienfreundlichen Preisen.

Zwischen den altertümlich anmutenden Behausungen fanden sich aber auch allerlei Akteure, denen der Sinn nach Kurzweil und Ergötzen stand. Kaum zu überhören waren die fünf Musikanten der Truppe „Sonor Teutonicus“, die mit ihren Weisen allenthalben ungetrübte Fröhlichkeit verbreiteten. Ein wenig leiser ging es beim Mäusetheater „Traumaus“ zu, in dem die possierlichen Nager mal zu Roulettespielen einluden und mal die „Moritat von der Prinzessin, die stets etwas zu meckern hatte“ aufführten. Das auf Burg Käsefels spielende Märchen zog insbesondere die jüngeren Zuschauer in seinen Bann.

Ebenso hauptsächlich Mädchen und Jungen ließen sich von Wolf Ritter von Eckbertstein begeistern. Der Adelige schlug reihenweise Knaben zu Rittern und erhob etliche Mädels in den Stand des Burgfräuleins. Die Probanden hatten zuvor allerdings mehrere Exerzitien zu bewältigen. Unter anderem war ihr Geschick im Umgang mit der Armbrust gefragt. „Als Erstes müssen die Kandidaten einem gefährlichen Drachen eine silberne Kugel aus der Pfote schießen“, gab von Eckbertstein zu verstehen. Denjenigen, die schließlich auch noch die flatterhafte Eule Hedwig eingefangen hatten, gewährte der nachsichtige Lehrmeister – Ritter Wolf: „Bei mir fällt keiner durch die Prüfung“ – hernach zusätzlich zur Beförderung einen Griff in die Edelsteinschatzkiste.

Gleich neben der Armbrust-Arena bot die Seherin Laura ihre Dienste an. „Ich ermögliche Ihnen mithilfe der Tarot-Karten einen Blick ins innerste Selbst“, ließ die Wahrsagerin wissen. „Nutzen Sie die Kraft, die Ihnen dabei hilft, das Leben angenehmer zu gestalten.“ Für „nur zehn Silberlinge (Erwachsene) und drei Silberlinge (Kinder)“ war das Herausfinden der jeweiligen Fähig- und Fertigkeiten sowie der problematischen Lebensbereiche ein rege nachgefragtes Angebot.

Ob Laura indes das prachtvolle Sommerwetter vorhergesehen hatte, war nicht in Erfahrung zu bringen. Das gar fürtreffliche Zusammenspiel von Sonnenschein und behaglichen Temperaturen ließ manch einem Historienfreund an den Nachmittagen von Sonnabend und Sonntag den Sinn augenscheinlich nach etwas anderem als einem Besuch des Marktes stehen.

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