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Zeitreise ins Jahr 1757

Barocktage Zeitreise ins Jahr 1757

Seine historisch wohl bedeutendste Zeit erlebte Schaumburg-Lippe unter der Herrschaft des Grafen Wilhelms (1745-1777). Der „Kanonengraf von Bückeburg“ war seinerzeit in ganz Europa bekannt. An diese Zeit wollen die Barocktage erinnern, die am Sonnabend und Sonntag, 16./17. September, stattfinden.

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Dietmar Ostermeier (von links), Patricia Schneider und Markus Stickdorn stellen die Barocktage vor.

Quelle: bus

Bückeburg. Die Veranstalter, Schlossverwaltung und die als Verein aufgestellte Gesellschaft für Hessische Militär- & Zivilgeschichte, organisieren unter dem Motto „Die Franzosen kommen“ eine authentische Zeitreise ins Jahr 1757. Vor dem letztendlichen Sieg über die Franzosen anno 1763 standen zunächst schwere Prüfungen. Im Sommer 1757 hatten sie die Schlacht von Hastenbeck (bei Hameln) gewonnen und anschließend auch Bückeburg besetzt.

„Eben diese denkwürdige Epoche wird im Schloss und auf dem Areal des Schlosses wieder zum Leben erweckt“, erläuterte Schlossverwalter Alexander Perl.

Rund 200 Darsteller in authentischen Kostümen (Adel, Gesinde, Handwerker und Soldaten) beleben die Szenerie und stehen den Interessierten fachkundig Rede und Antwort. Jeder Raum des Schlosses birgt unterschiedliche Kulissen, die die Gäste selbstständig erkunden können.

Feine Gesellschaft beim Fechten

„Beobachten Sie die feine Gesellschaft beim Zeitvertreib“, lautet eine Empfehlung der Organisatoren: Tanz und Musik, Tischkultur und Mode, Glücksspiel und Fechtkunst. Auch der Schlosshof wird mit historischem Handwerk, Volksmusik und Zeltlager, Kanonendonner und Pulverqualm in die Vergangenheit versetzt.

Als besondere Gäste erwarten die Veranstalter das Kammermusik Ensemble „Les Mantelots“, es spielt im Ballsaal auf und gibt zwei Konzerte mit Kompositionen von Georg Philipp Telemann, dessen Todestag sich dieses Jahr zum 250. Mal jährt. Das Duo „Quest Piper“ bringt barocke Volksmusik zum Vortrag, wie man sie selten zu hören bekommt. Der aus Venedig anreisende Kostümschneider Francesco Briggi, zeigt seine Kunst und nimmt auch beim Publikum Maß.

Bundesweit einmalig

Mit von der Partie ist zudem die Fürstliche Hofreitschule, die die Hohe Schule barocker Reitkunst vor Augen führen wird. Ziel der Barocktage ist laut Perl, den Besuchern die wohl bedeutsamste Epoche der schaumburg-lippischen Geschichte auf ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Weise nahe zu bringen. „In dieser Form handelt es sich um eine in Deutschland einmalige Veranstaltung“, unterstrich der Schlossverwalter.

Wegen der angestrebten Authentizität wird kostümierten Besuchern der Eintritt verwehrt. Perl: „Im Vergleich zu 2015 haben wir die Eintrittspreise gesenkt, um insbesondere Familien in den Genuss der Reise in das Zeitalter der Elégance und der Aufklärung kommen zu lassen.“

Das Programm

10.30 Uhr, Schlosshof: „Für die Ehre“ (Pistolenduell), 11 Uhr, Festsaal: „Das glatte Parkett“ (Höfischer Tanz), 11.30 Uhr, Schlossgarten: „Die Kunst des Schießens“ (Artillerievorführung), 12 Uhr, Reithaus: „Barocker Waffengarten“ (Fechten zu Pferde), 13 Uhr, Schlossbrücke: „Mit Pulver und Blei“ (Waffenvorführung), 13.30 Uhr, Schlossbrücke: „Der glückliche Schuss“ (barockes Preisschießen, nur Sonnabend), 13.30 Uhr, Schlossbrücke: „Hörnerklang und Büchsenknall“ (Höfische Jagd, nur Sonntag), 14 Uhr, Schlosskapelle: „Les Matelots“ (Konzert für Flöte und Violine), 14.30 Uhr, Festsaal: „Elégance in Samt und Seide“ (Barocke Modenschau), 15 Uhr, Festsaal: „Die schnelle Klinge“ (Fechtschule), 15 Uhr, Reithaus: „Hohe Schule barocker Reitkunst“ (Reitkunstvorführung), 15.30 Uhr, Festsaal: „Der leichte Schritt“ (Barocker Tanz), 16 Uhr, Weißer Saal: „Obacht ihr Lümmel“ (Schulunterricht), 16.30 Uhr, Schlosspark: „Sturm auf die Schanze“ (Gefechtsszene). bus

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