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Zoff um Sportentwicklungsplan

Was wollen die Vereine? Zoff um Sportentwicklungsplan

Rund 25000 Euro hat sich die Stadt Bückeburg den Sportentwicklungsplan kosten lassen. Nur an der Umsetzung der Vorschläge, wie zum Beispiel Sportverein, Schulen und Kindergärten enger zusammenarbeiten, um Kinder an den Sport heranzuführen, hapert es gewaltig.

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Quelle: SN

Bückeburg. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Sport- und Partnerschaftsausschusses deutlich, die in gegenseitigen Vorwürfen der Politik und dem Forum der Bückeburger Sportvereine gipfelte.

 Desinteresse warf Ratsfrau Iris Gnieser (CDU) dem Forum der Vereine vor, in dem so gut wie alle Bückeburger Sportvereine organisiert sind. „Bisher habe ich nur eine ziemlich ablehnende Haltung erfahren“, formulierte es der Ausschussvorsitzende Wolfhard Müller (SPD). Er dachte laut darüber nach, beim nächsten Gespräch zwischen dem Forum der Sportvereine sowie Politik und Verwaltung einen Moderator einzuschalten: „Irgendwie müssen wir einen Weg finden.“

 Die derart in die Schusslinie geratenen Sportvereine konterten in Person des stellvertretenden Vorsitzenden des Forums, Joachim Klöpper. Das Forum sei nicht zu einem Gesprächstermin mit Schulen, Verwaltung und der Politik eingeladen worden. „Der Termin war nicht bekannt.“ Und: „Wir wehren uns nicht gegen Gespräche. Wir wollen Kinder zum Sport ziehen.“ Der Einladungs-Darstellung widersprach Fachgebietsleiter Christian Schütte. Die Einladung sei sehr wohl auch an das Forum gegangen.

 Die Wogen glättete Bürgermeister Reiner Brombach. Es sei deutlich geworden, dass die Vereine an der Umsetzung des Konzeptes mitarbeiten wollen: „Wir werden in kürzester Zeit erneut einladen.“ Er erinnerte daran, worum es bei dem Sportentwicklungskonzept eigentlich geht: vorrangig um den Sport um Bewegung und Gesundheitsförderung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

 In dem besagten Gespräch im Januar sollte es darum gehen, Sportvereine und Schulen zum Austausch zusammenzubringen. Ein Zusammenbringen, von dem beide Seiten profitieren können, wie es der Sportentwicklungsplan aufgezeigt hat. „Die Enttäuschung war schon sehr groß“, umriss Iris Gnieser. Vonseiten der Schulen gebe es ein sehr hohes Interesse: „Sie wollen den Austausch, um Schüler näher an den Sport zu bekommen.“

 Beim Sportentwicklungsplan geht es unter anderem um Kooperationen von Schulen und Vereinen, damit in Zeiten von Ganztagsschulen beide Seiten voneinander profitieren. Immer mehr Kinder haben immer weniger Zeit, Sport zu treiben, weil sie nachmittags in der Ganztagsschule oder mit Nachmittagsunterricht eingespannt sind. Und weil die Schulen die Sporthallen immer länger nachmittags nutzen, stehen den Sportvereinen immer weniger Hallenzeiten zur Verfügung. Gleichzeitig haben Klubs Probleme, genügend Übungsleiter zu finden, während gleichzeitig Schulen Übungsleiter engagieren, um ihre Nachmittagsbetreuung zu gewährleisten. rc

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