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Zu Weihnachten in Kneipen auf Tour

Bückeburg / Weihnachtstrubel Zu Weihnachten in Kneipen auf Tour

Heilig Abend auf die Piste, das ist hierzulande schon lange kein Gegensatz mehr zu althergebrachter Weihnachtsbeschaulichkeit im trauten Familienkreise: Was sich vereinzelt in Bückeburger Breitengraden erstmals Ende der achtziger Jahre andeutete, nämlich den Heiligen Abend eben nicht nur in den eigenen vier Wänden vor der heimeligen strohsterngeschmückten Fichte, sondern eben auch mit Freunden in gesellig-leutseliger Runde in Schankbetrieben oder auch open air zu erleben, hat sich längst zu einer festen Tradition entwickelt: Vor und bisweilen auch nach der Bescherung lässt man die Blautanne Blautanne sein und geht mit Freunden und Bekannten nach Kräften feiern.

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Von links: Dominic Deppe, Christine Richter, Saskia Meier, Michael Schmidt, Carina Eckermeier und Daniel Allen vor dem Bistro.

Quelle: jp

Bückeburg (jp). Und was damals bisweilen noch Aufbegehren und bewusstes Alternativprogramm zu konservativem Familienweihnachten, Blautanne, Lametta und Besinnung bis zur Besinnungslosigkeit war, ist genau das eben heute nicht mehr, sondern launige und feuchtfröhliche Ergänzung. In Deutschland eine vergleichsweise junge Tradition, verglichen beispielsweise mit den angelsächsischen Ländern, wo man die Tradition der „Xmas-Partys“ schon lange kennt und wo schon im 17. Jahrhundert das Krippenfest so kräftig gefeiert wurde, dass die Puritaner unter Oliver Cromwell 1647 das Weihnachtsfest bereits verbieten wollten.

 Am Heiligen Vormittag war man in Bückeburg vor allem der Wiedersehensfreude wegen unterwegs, und um allen erdenklichen sympathischen Zeitgenossen vor der Bescherung noch einmal ein frohes Fest zu wünschen. Bei überhaupt nicht weihnachtlichen, sondern vielmehr hochfrühlingshaften Witterungsverhältnissen fielen im Minchen vor allem die zahllosen Heimkehrer von Studium, Ausbildung oder auswärtiger Berufsausübung zur Wiedersehensfeier mit den Weggefährten aus der Schulzeit ein. „Hier trifft man Leute, die man sonst das ganze Jahr nicht sieht“, war die Intention für Dominik Lange, Anna Hodde, Dennis Vogt und Annika Capraro für ihre Visite im ehemaligen Bückeburger Ostbahnhof.

 „Wir genießen die Ruhe vor dem Weihnachtssturm“, ließen es sich Dominic Deppe, Saskia Meier, Christine Richter, Michael Schmidt, Carina Eckermeier und Daniel Allen beim Open-Air-Frühschoppen vor dem Bistro und der Falle gut gehen, und das, obwohl es dort überhaupt nicht ruhig zuging, sondern eher eine Stimmung wie auf dem Oktoberfest herrschte. Hofsopranistin Miriam Heinze und Bariton Alexander Steckel stießen nicht nur auf die bevorstehende Bescherung an, sondern auch auf ihre 20 wunderbaren Auftritte in der Revue „Der Zauberer von Oz“ beim zurückliegenden Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg. Auch Heino Röwer, Head-Coach der Schaumburg Rangers, hatte es mit Ehefrau Ulrike, Tochter Hanna sowie den Brüdern Ralf und Michael Einars wie in jedem Jahr wieder an die Lange Straße getrieben: Erst zu Kakao und Eierpunsch vor das Bistro und dann zur Weihnachtsvorstellung ins Residenz Kinocenter. „Aber ohne das geht es nicht“, so die Überzeugung des Quintetts, das nach dem Kinobesuch die Vesper in der Jetenburger Kirche ansteuerte

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