Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Zucker für das Pferd
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Zucker für das Pferd
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 29.11.2015
 „Ladies Room“ im Opel Admiral: Nadine Langrzik (Gitarre, von links), Arne Beckmann (Gesang), Jan-Frederik Tadge (Gitarre), Fabian Pusch (Schlagzeug) und Fabian Wischnewski (Bass). Quelle: Timm Jochens
Anzeige
Bückeburg

„Ohne die Unterstützung der Crowdfunder hätten wir dieses Projekt nie realisieren können“, bemerkt Sänger Arne und fügt hinzu: „Ein Album aufzunehmen, ist eine sehr zeitaufwendige und kostenintensive Aufgabe.“

„Ladies Room“, das sind: Arne Beckmann (Gesang, Mundharmonika), Jan-Frederik Tadge (Lead-Gitarre, Gesang), Fabian Pusch (Schlagzeug), Fabian Wischnewski (Bass), Nadine Langrzik (Rhythmus-Gitarre) und Fred. Neben ihren regulären Jobs trafen sich die fünf Musiker nahezu jeden Abend, um die Songs in ihrem Proberaum in Rolfshagen aufzunehmen. „Dazu mussten wir natürlich den Raum schalltechnisch optimieren“, erklärt Gitarrist Tadge den ersten Arbeitsschritt. „Nachdem also die Finanzierung geklärt war, sind wir von Musikern zu Heimwerkern mutiert.“

Dann folgten die eigentlichen Aufnahmen, bei denen – vom Schlagzeug über die Gitarren, den Bass und Gesang bis hin zur Mundharmonika – jedes Instrument einzeln eingespielt wurde. So entstanden 15 Rocksongs, die von Balladen, wie „The Mask reveals The Man“ über schnelle Gitarrenstücke à la „Rock’n’Roll Show“ bis hin zur Mitsinghymne „The Skeleton Dance“ führen.

Nicht nur, dass Fans und Freunde durch finanzielle Zuschüsse unterstützten, einige halfen auch durch Background- und Chorgesänge oder ein Akkordeon, allen Liedern etwas Unverwechselbares zu geben. „Wir haben nicht um Hilfe gebeten, sie kam einfach“, zeigt sich Sänger Beckmann noch immer beeindruckt von der Unterstützung. „Dazu kamen natürlich noch die Fotografen, die unsere Bandfotos geschossen haben und eine Grafikerin, die das Booklet für uns erstellt hat“, ergänzt Gitarristin Langrzik die Riege der Helfer.

Als nächsten Schritt mussten die einzelnen Aufnahmespuren zu einem kompletten Song zusammengefügt werden. „Da wir voreingenommen waren und keiner von uns kompetent genug war, die Songs abzumischen, haben wir in einem großen Internet-Aufnahmeforum eine Ausschreibung gestartet, in der sich interessierte Mischer um unseren Auftrag bewerben konnten“, erklärt Bassist Wischnewski den weiteren Weg der Produktion. Dabei hätten auch die Kosten eine Rolle gespielt. „Besonders wichtig war uns aber, dass der abgelieferte Sound zu unserer Band passt.“ Am Ende erhielt Benedikt Hain von „Outback Recording“ aus dem niederbayerischen Zwiesel den Zuschlag. „Obwohl wir keine Social-Media-Band sind, hat uns das Internet bei der Überbrückung von räumlichen Grenzen sehr geholfen“, sagt Schlagzeuger Pusch.

Das Album, das den Namen „Sugar for the Horse“ (Zucker für das Pferd) aufgrund der Geschichte des ehemaligen Restaurants „Süße Mutter“ in Rolfshagen trägt, sollte auch visuell auf diesen Zusammenhang hinweisen. Als Covergirl konnte Sattlerin und Endzeit-Model Anna-Lena Harnisch aus dem westfälischen Gorspen-Vahlsen gewonnen werden, die mit ihrem Pferd zum Cover-Fotoshooting anreiste. „Wenn Leute das Album sehen, werden sie gleich erkennen, dass es ‚Ladies Room‘ ist“, stellt Langrzik dieses Alleinstellungsmerkmal heraus. r

Bei der CD-Release-Party in der „Schraub-Bar wird“ – zusammen mit den Bands „VoltAge“ aus Bückeburg und „Devils Balls“ aus Münster – die monatelange Arbeit der Band gefeiert. Der Eintritt beträgt drei Euro.

Anzeige