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Zugabe nach furiosem Finale

„Luther macht Schule“ in Bückeburg Zugabe nach furiosem Finale

Als ebenso lehrreich wie unterhaltsam hat sich das Schülermusical „Luther macht Schule“ im großen Saal des Bückeburger Rathauses vorgestellt. Die knapp zweistündige Aufführung erzählte das Leben des Reformators in sieben Spielszenen und 13 Liedern. Am Ende gab es sogar eine Zugabe.

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Stimmgewaltig: Weit mehr als einhundert junge Interpreten verhelfen dem Musical zum Erfolg.

Quelle: BUS

BÜCKEBURG. Außer den „festen“ Akteuren galt der stürmisch spendierte Beifall des ausverkauften Hauses vor allem den Mitwirkenden Bückeburger Schulen. Die Idee zu dem Musical entstand vor mehr als zwei Jahren. Projektleiterin Birgit Pape (Neustadt), die auch für Texte und Melodien verantwortlich zeichnet, hat es in bemerkenswerter Manier verstanden, dem biblischen Motto „Singt Gott ein neues Lied“ einen zeitgemäßen Rahmen zu verleihen. In den Szenen und Songs klang durchaus etwas von der revolutionären Kraft durch, die Luther und seine Freunde antrieb.

Mehrere Erzähler vermitteln das Wissen

„Der Komponistin ist es gelungen, für Augen und Ohren sowohl die geschichtliche Situation eindrücklich darzustellen als auch eine Verknüpfung mit relevanten Themen der Gegenwart herzustellen“, lautete das Urteil von Landesbischof Karl-Hinrich Manzke. Für die Wissensvermittlung sorgten mehrere Erzählerinnen, denen mitunter eine unter der Bezeichnung „Sumsang“ agierende „Klugscheißer-App“ ins Wort fiel. Der Besserwisser wurde zwar bisweilen ein wenig lästig, klärte das Publikum aber beispielsweise über die Unterschiede zwischen „der Bulle“ und „die Bulle“ auf.

Die 1498 in Eisenach einsetzende Szenenfolge griff unterschiedliche Stationen im Leben Luthers auf. Das Augustinerkloster in Erfurt, die Universität Wittenberg und eine Schenke ebendort spielten ebenso eine Rolle wie der Reichstag zu Worms, Luthers Studierstube auf der Wartburg und die Universität Wittenberg.

Blues, Rock’n’Roll und Ragtime bis zu Rap

Bei den Liedern reichte die Bandbreite von Luther-Originalen über Blues, Rock’n’Roll und Ragtime bis zu Rap. Gleich in der ersten Szene stimmte der „Gewitter-Rap“ schwungvoll auf das abwechslungsreiche Geschehen ein. Mit viel Pep präsentierten die Sänger zudem die Stücke „Versprochen ist versprochen“, „Ablasshandel“, „Hier stehe ich“ und „Ohne Freunde geht es nicht“, das im Anschluss an das furiose Finale noch einmal als Zugabe erklang.

Während der von Stefan Disselkamp, Swetlana Milo und Christian Richter geleiteten Aufführung lieferten die Kinderchöre und Mitglieder des Jugendchors an der St.-Martini-Kirche Stadthagen die stimmkräftigsten Parts. Mit erfrischendem Engagement gingen aber auch die Sängerinnen und Sänger der beteiligten Bückeburger Schulen ans Werk.

Am Mittwoch reihten sich Vertreter der Grundschule Am Harrl (Klassen 3c, 4b und 4c) und der Grundschule Evesen (Klassen 3a, 3b und 4b) in den Kreis der weit mehr als 100 Interpreten umfassenden Choristen ein. Am Donnerstag standen Schüler der Grundschule Im Petzer Feld (Klassen 4a und 4b), der Oberschule (Mitglieder der Musik-Arbeitsgemeinschaft) und des Gymnasiums Adolfinum (Musikklasse 6.1 und Arbeitsgemeinschaft Vorchor) auf der Bühne.

Die Profi-Musikanten Stephan Winkelhake (Klavier), Ulrich Meyer (Saxofon), Martin Hohmeier (Bass) und Christian Simon (Schlagzeug) trugen dafür Sorge, dass die jungen Stimmen auf der Bühne nicht aus dem Takt gerieten. bus

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