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Zukunftsgerichtet

Festakt in Bückeburg zum 125. Geburtstag des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins Zukunftsgerichtet

Solch einen Empfang erleben die Gäste des Rathaussaales auch nicht alle Tage: Am Eingang präsentierten „Soldaten“ des historischen Infanterieregiments Graf Wilhelm das Gewehr, während drinnen Frauen in prächtigen Schaumburger Trachten prickelnden Sekt anboten.

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Wie der Heimatverein gehören die Trachten zu Schaumburg-Lippe. Bei der Jubiläumsfeier tanzen die Trachtengruppen Lindhorst und Nammen.

Quelle: kk

von karsten klaus Bückeburg. Angestoßen wurde gestern Nachmittag auf den Schaumburg-Lippischen Heimatverein, der mit einem Festakt seinen 125. Geburtstag feierte.

 Die Gratulanten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens hatten viel Lobendes über seine Aktivitäten zu berichten, es gab vor dem Hintergrund des Zustroms von Flüchtlingen aber auch nachdenkliche Töne: Was bedeutet Heimat heute für uns, wie fühlen sich Menschen, die vor Gewalt und Krieg aus ihrer Heimat fliehen müssen – und wie kam man ihnen helfen, eine neue, eine zweite Heimat für sich zu gewinnen. „Wir nehmen neue Herausforderungen gerne an,“ versicherte Heinz Brunkhorst, der Vorsitzende des 1000 Mitglieder zählenden Vereins – und das nicht nur durch eine Spende zu Betreuung von Flüchtlingskindern.

 Damit wurde schnell deutlich, dass die Arbeit des Vereins nicht nur bewahrenden und rückwärtsgerichteten Charakter hat. Eine „Zukunfts-AG Heimat Schaumburg“ hat bereits spannende Vorschläge entwickelt, damit der Verein mit seinen Ortsgemeinschaften in Bückeburg, Stadthagen, Lindhorst und in der Seeprovinz noch bunter und lebendiger wird. Eine „AG-Schule“ wird folgen, denn heute geht es auch darum, bei aller Weltoffenheit Werte wie Heimatverbundenheit an die nächste Generation weiterzugeben.

 Überhaupt: Um den Begriff „Heimat“ drehten sich die meisten Grußworte der Ehrengäste. „Wir brauchen Heimat, wir brauchen Wurzeln. Sie sind wichtiger Bestandteil unserer Identität,“ stellte Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe als Schirmherr des Vereins heraus. Denn: „Nur wer verwurzelt ist , kann auch willkommen heißen.“ Er ging auch auf die enge Verbundenheit des Fürstenhauses zum Geburtstagkind ein. So war sein Vater Philipp-Ernst sieben Jahre Vorsitzender des Vereins. Und er machte der Organisation ein großes Kompliment: „Der Heimatverein ist eine gute Heimat für die Heimat.“

 Landrat Jörg Farr sieht im Heimatverein einen „Aktivposten für Schaumburg“, der die Region attraktiver und lebenswerter mache. Und Landesbischof Karl-Hinrich Manzke fühlt sich als „Zugezogener“ in Schaumburg sehr wohl, nicht zuletzt dank der Aktivitäten des Heimatvereins. Die Schaumburger seien Weltbürger und gleichzeitig sehr heimatverbunden – das habe er so ausgeprägt noch nirgendwo erlebt. Manzkes Definition von Heimat: „Das, woran unser Herz hängt.“ kk

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