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Bückeburg Stadt Zum Gedenken an einen Freimaler
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00:16 27.01.2017
Die Werke Habedanks sind noch bis Anfang Februar zu bewundern. Quelle: pr
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Bückeburg

Bürgermeister Reiner Brombach erläuterte während der Eröffnung, dass dessen Familie, Begegnungsstättenleiterin Heike Sareyka und viele Freunde die knapp 60 Exponate umfassende Präsentation initiiert haben. Der im Gebäude der städtischen Einrichtung wohnende Künstler sei im vergangenen Jahr viel zu früh gestorben. Hinter der Initiative habe der Gedanke gestanden: „Das kann es ja nicht gewesen sein.“

Habedanks Werk kehrt jetzt posthum an einen Ort zurück, der seine Arbeiten zuletzt im August 2015 gezeigt hatte. Damals waren seinerzeit aktuelle Bilder unter dem Motto „Form – Farbe – Phantasie“ zu sehen. „Es ist die umfangreichste Ausstellung, die wir je hatten“, hatte Sareyka bei der Vernissage erklärt. Die Zusammenstellung umfasste 44 Arbeiten.

Bühnengestalter in Berlin und beim Westdeutschen Rundfunk

Habedank, dessen Schaffen außer in Bückeburg in Berlin, Wetzlar und Minden zu sehen war, bezeichnete seine Arbeitsweise als Freimalerei. Die Ergebnisse seien im expressiven bis abstrakten Bereich anzusiedeln. „Mein Zugang zur Kunst erfolgte über eine Ausbildung zum technischen Zeichner, Bühnengestaltung an diversen Berliner Theatern und eine Beschäftigung bei der Baubühne des Westdeutschen Rundfunks“, ließ der Bückeburger wissen. Darüber hinaus sei er in der Kulissenmalerei und der Gestaltung von Unikatmöbeln – vom Entwurf bis zur Fertigstellung – bewandert.

Der Begriff „Freimalerei“, legte jetzt Anka Knechtel dar, habe zunächst im 17. Jahrhundert von Zünften, Höfen und Klöstern unabhängige Maler bezeichnet. Später sei er von Künstlern verwendet worden, die für ihre Zeit sehr provokant malten. Heute stelle er ein Markenzeichen für Nichtangebundensein an spezielle Techniken, Materialien, Kunstrichtungen oder kommerzielle Hintergründe dar.

"Ein Künstler durch und durch"

„Für eine Malerei, die sich beim Prozess des Malens in der Auseinandersetzung mit Themen, die ihn gerade beschäftigen, aus dem Künstler heraus entwickelt“, so Knechtel, dafür habe Sönke gearbeitet. Das spannende Ergebnis könne nun in der Begegnungsstätte in Augenschein genommen werden. Der weit über die Region hinaus bekannte Habedank sei „ein Künstler durch und durch“ gewesen. Bei ihrer ersten Begegnung im Rahmen einer „Langen Nacht der Kultur“ habe er einen Eindruck von geballter kreativer Energie vermittelt. „Sönke hat ganz intensive Schaffensphasen gehabt, in denen war es ihm nicht wichtig, zu schlafen – egal, was er gegessen hat oder wie es um ihn herum aussah.“

In diesen Phasen sei er nur Maler und ganz und gar an der Umsetzung seiner Kreativität interessiert gewesen. Knechtel: „Jetzt ist er nicht mehr da, aber seine Kunst wird bleiben und von ihm zeugen.“

Die Bilder können bis Freitag, 3. Februar, während der Öffnungszeiten der Begegnungsstätte betrachtet werden – täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 14.30 bis 18 Uhr. bus

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