Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Zum Zapfenstreich gab’s ein Trompetensignal

Bückeburg / Sanitätssoldaten Zum Zapfenstreich gab’s ein Trompetensignal

„Zwischen dem, wie wir die Bundeswehr damals erlebten, und dem, wie sie sich heute präsentiert, liegen Welten.“ So urteilten ehemalige Sanitätssoldaten, die beim Aufbau der Bundeswehr zuerst in Bad Eilsen und dann in Bückeburg stationiert waren. Sie trafen sich kürzlich zu einer Wiedersehensfeier im „Jetenburger Hof“.

Voriger Artikel
Vergesslichkeit kostet 3840 Euro
Nächster Artikel
Schönes Wetter lockt Tausende auf die Landmesse

Zwei Männer sind maßgeblich an der Organisation der Treffen der ehemaligen Sanitätssoldaten beteiligt: Das sind Gernot Tille (Zweiter von rechts) aus dem Westerwald und Hans Ewald (Erster von links) aus Bückeburg.

Quelle: sig

Bückeburg. „Wir bekamen damals als Ausbilder und Vorgesetzte noch frühere Wehrmachtsangehörige, die einen rauen Ton am Leibe hatten; und auch die Umgangsformen waren entsprechend“, ließen sie verlauten. Ein Marsch von 40 Kilometer Länge mit Gepäck sei in jener Zeit eine normale Herausforderung gewesen. Das würden heute nur noch wenige schaffen, meinte Hans Ewald aus Bückeburg.

 Im Übrigen sei auch streng auf die Einhaltung des Zapfenstreiches geachtet worden. „Ich kann mich daran erinnern, dass in Bad Eilsen um 22 Uhr noch mit der Trompete zum Zapfenstreich geblasen wurde“, berichtete Ewald. Und Gernot Tille aus dem Westerwald fügte hinzu, es habe damals eine deutsche Version des Zapfenstreiches gegeben und auch eine amerikanische, die aus dem Film „Verdammt in alle Ewigkeit“ bekannt geworden ist.

 Natürlich verfolgen die Männer, die einst in Sanitätseinheiten an den beiden Schaumburger Standorten ihren Dienst verrichteten, noch immer mit großem Interesse die weitere Entwicklung der Bundeswehr und hierbei besonders die des Sanitätsbereiches.

 „Gegenüber heute war das, was wir damals erlebten, mittelalterlich“, lautete das sicherlich überzeichnete Urteil der Ruheständler, die sich trotzdem auch im nächsten Jahr wieder in ihrem Stammquartier treffen wollen, dem „Jetenburger Hof“.

 Auf dem Programm standen diesmal eine Schifffahrt auf der Weser und die Besichtigung der neuen Mindener Schachtschleuse, die auch für größere Schiffe bestimmt ist und im nächsten Jahr fertig sein soll. Nach der Rückkehr wartete ein leckeres Abendbüfett auf die Gäste, die aus allen Teilen Deutschlands zusammenkamen. Der älteste Gast war 83 Jahre alt, der jüngste 74.

 Gernot Tille, einer der beiden Organisatoren des Treffens, war übrigens früher Leichtathletikwart bei der Vereinigten Turnerschaft Bückeburg und durch sein sportliches Engagement im Schaumburger Land bekannt. sig

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg