Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Zungenkuss im Abstellraum
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Zungenkuss im Abstellraum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 10.11.2016
Anzeige
BÜCKEBURG

 „Sexuelle Übergriffe sind nicht zu dulden“, betonte Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt. Dem Opfer darf der 27-Jährige sich nicht mehr nähern. Dies ist eine von mehreren Bewährungsauflagen. Außerdem muss der Angeklagte eine Geldauflage von 500 Euro an die Stiftung Opferhilfe zahlen.

Im Prozess legte er durch eine kurze Erklärung seines Anwaltes ein Geständnis ab. Gleichzeitig brachte Verteidiger Holger von Harpe das Bedauern seines Mandanten zum Ausdruck. Persönlich und mit eigenen Worten entschuldigen wollte sich der Bückeburger jedoch nicht. „Es wäre schön, wenn Sie dazu Manns genug gewesen wären“, meinte Rechtsanwältin Maxie Böllert-Staunau, die das Opfer vertritt.

Wegen vorausgegangener Zudringlichkeiten des Kollegen hatte die junge Frau ihren Job in der Bückeburger Gaststätte zur Tatzeit im Juni 2015 bereits aufgegeben. Am fraglichen Abend war sie privat dort. Unter einem Vorwand soll der Mann das Opfer in den Abstellraum gelockt haben. Dort machte die 23-Jährige ihm schließlich klipp und klar, dass sie an einer Beziehung nun wirklich kein Interesse habe.

Der Übergriff kam völlig überraschend

Trotzdem oder gerade deshalb gab der Mann ihr einen Zungenkuss, drückte sie gegen die Wand, befummelte sie unter dem T-Shirt und wollte ihr in die Hose fassen. „Für die Frau war der Tatablauf sehr dramatisch“, fasst Richter Dirk von Behren die Situation zusammen. Der Übergriff kam völlig überraschend. „Meine Mandantin ist mitgegangen, weil sie dachte, er wolle etwas mit ihr besprechen“, so Opferanwältin Böllert-Staunau.

Aus juristischer Sicht war die Tat dagegen nicht so gravierend. In Übereinstimmung mit Oberstaatsanwalt Schmidt erkannte das Gericht deshalb auf einen minder schweren Fall der sexuellen Nötigung.

Zudem berücksichtigten die Richter, dass der Angeklagte vor Gericht ein Geständnis abgelegt hatte. Dies muss sich strafmildernd auswirken. Außerdem ist der Bückeburger nicht einschlägig vorbestraft, sondern lediglich wegen Sachbeschädigung. „Wir wollen die Kirche im Dorf lassen“, erklärte Richter von Behren. „Sechs Monate sind mehr als angemessen.“

In einem Vorgespräch hatten sich die beteiligten Juristen darauf verständigt, dass der Angeklagte eine Freiheitsstrafe von maximal einem halben Jahr zu erwarten hat, wenn er im Gegenzug ein Geständnis ablegt. Dem Opfer blieb dadurch eine Aussage vor Gericht erspart.ly

Das Thema „Europa und Sicherheit“ hat die aktuelle Ausgabe der „Schaumburger Plattform“ in den Fokus genommen. Die zum sechsten Mal von der Mindener Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) im Hubschraubermuseum organisierte Veranstaltung bot außer Gruß- und Abschiedsworten sechs Vorträge und ein Podiumsgespräch.

09.11.2016
Bückeburg Stadt Meistervirtuose Erik Berchot in Bückeburg - Parforceritt mit Aufgalopp

„Da ist mir die Spucke weggeblieben“, hat Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe dem Publikum im Festsaal von Schloss Bückeburg zu verstehen gegeben. Die Aussage des Hausherrn bezog sich auf dessen erstes Hören von Aufnahmen, mit denen der französische Klaviermeistervirtuose Erik Berchot Bearbeitungen des weltberühmten Jazzmusikers und Komponisten Michel Legrand interpretiert hat.

09.11.2016

Das 500. Reformationsjubiläum 2017 steht im Mittelpunkt der Herbstsynode der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe: Die 30 Mitglieder des Kirchenparlaments kommen am 18. und 19. November in Bückeburg zusammen, wie jetzt die Landeskirche mitteilte.

09.11.2016
Anzeige